Franz Kafka – Brief an den Vater

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Eine Antwort zu “Franz Kafka – Brief an den Vater

  1. selberallein

    Diesen Brief hätte ich genauso an meinen Vater schreiben können,es waren ähnliche Gefühle,die ich meinem Vater gegenüber hatte.

    Latente Angst,ständige Unsicherheit,wie er wohl reagiert,irgendwo die Sehnsucht nach Vertrautheit,bei gleichbleibender Distanz.

    Gegen Ende der Pubertät „begehrte“ ich auf,,will heissen ,gab Widerworte,um noch schneller in Deckung zu gehen,wenn er lostobte,der hatte 24 Stunden am Tag an mir rumzumäkeln,meine eigene Berufstätigkeit störte dabei ihn nicht sonderlich.

    Dann war es blitzschnell vorbei,ohne Vorwarnung,verstarb er recht schnell sehr jung an Krebs,richtig ausgesprochen hatten wir uns nie.

    Das machte mich noch zoriger,alles wollte ich anders machen als er,besonders die Kindererziehung wollte ich grundsätzlich anders handhaben,und,und,und…

    Die Zeit verging,meine Vorsätze verschwanden ins Nichts,bis auf sein tagelanges schweigendes Beleidigtsein,das ich mir doch nicht aneignete,schimpfe ich fast ständig mit meinem Sohn,weiss alles wie es für ihn besser wäre,ich komme um vor Angst um meinen Jungen und brülle herum.

    Diese Unsicherheit hat sich noch verstärkt seit er von zu Hause ausgezogen ist,ich zähle die Stunden bis er zu Besuch kommt und sich meine Vorwürfe anhören muss.

    Direkt Angst hat er nicht vor mir,es besteht aber immer noch eine gewisse Spannung.Ich weiss es und arbeite dran.

    Mein Sohn hätte einen ähnlichen Brief wie Kafka schreiben können.

    Nicht viel habe ich anders gemacht als mein Vater,Kleinigkeiten,es hat Jahre gedauert,bis ich sein Verhalten in meinem wiedererkannt habe und erkannte,dass er mich genauso liebte,wie ich meinen Sohn.
    Wir können es nur nicht zeigen,ich vielleicht etwas mehr,aber einer meiner Nachfahren wird dereinst ein perfekter Vater.

    Ich bin es nicht,ich mache die gleichen Fehler wie meiner,aber immerhin erkenne ich das und arbeite daran.

    Er starb vor 34 Jahren,ich vemisse ihn jeden Tag.

    Zum Glück habe ich einen lieben Sohn und eine

    gute Tochter,und eine Frau,die alles zusammenhält.

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