Marionettenstaat

Wir sind umgezogen!

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5 Antworten zu “Marionettenstaat

  1. fluchtachterl

    Mir ist beim Posting oben ein Ballerwatsch passiert: Bitte um Entschuldigung.

    Sollte so lauten:

    Nun, es handelt sich um einen fiktiven Text, somit könnte man von dichterischer Freiheit ausgehen. Als Beschreibung der derzeitigen Lage ist er mir persönlich zu flach.

    Es stimmt sicher, daß wir gegängelt werden.

    ABER an der Lage am Arbeitsmarkt, an gleichbleibenden oder gar sinkenden Löhnen sind wir alle nicht ganz unschuldig. Wer ist denn in die Geschäfte gegangen und hat zum preisgünstigen Importprodukt gegriffen? Wir alle, ich auch. Wer ging zu den Ketten C&A, H&M, usw., um sich zu kleiden?

    Ein in Österreich hergestelltes Hemd (gibt es noch zu kaufen) kostet zwischen 500 bis 1000 Schilling (40 bis bis 75 EUR). Heute ist kaum jemand mehr bereit ein solches zu erwerben, da ein Hemd von irgendwo zu einem Bruchteil erhältlich ist und sogar von halbwegs akzeptabler Qualität. Das Hemd aus Österreich steht von der Qualität und Tragekomfort wesentlich über dem der Ketten, es hält viel länger, behält seine Farbe, knittert nicht, selbst wenn der Schleudergang auf Lichtgeschwindigkeit eingestellt war…

    Ein paar original italienische Schuhe kosten in Wien so um die 2000 bis 2800 Schilling. Nun, hat man Deichmann und Konsorten links liegen gelassen, als sie hierzulande auftauchten? Eben nicht!

    Wir sind doch alle hingelaufen und haben das Klumpert fürs billige Geld gekauft, anstatt heimischer Waren, die viel teurer sind. Haben wir auf die Billigfluglinien verzichtet? Eben nicht! Dom Rep für alle. Und die preisgünstigen elektronischen Geräte waren uns auch mehr als recht. Oder etwa nicht? Man war einfach nicht bereit wie früher auf ein solches länger anzusparen und dafür etwas lang haltbares zu bekommen. Mobiltelefone für alle.

    Seltsamerweise war es bei den Lebensmittel umgekehrt. Bei dem was in des Österreichers, der Österreicherin Magen kommen sollte, war man plötzlich heikel und verlangte nach heimischen Erzeugnissen und das möglichst „bio“. Der Handel mußte darauf reagieren und zumindest die Verpackung verspricht ein Erzeugnis aus heimischer biologischer Landwirtschaft (man kann es eh nicht nachprüfen, bei den Eiern steht allerdings die Adresse des Landwirtes auf dem Packerl) und wir zahlen ohne zu murren. Also waren wir beim Essen mündige Konsumenten, Schlußfolgerung daraus, bei den anderen Produkten waren wir gierig. So gierig wie die Großunternehmerschaft.

    Die Macht unseres Geldbörsels hat einen Teil der Lage mitverursacht. Daß unser Konsumverhalten dazu beigetragen hat, bittschön, das müssen wir einfach eingestehen, ohne dies jemandem (der bösen Werbung z.B) in die Schuhe zu schieben. Wir hatten nämlich die Wahl.

    Die Gewerkschaften haben sich korrumpieren lassen, hierzulande war die Krönung dessen ein Skandal unglaublichen Ausmaßes in der gewerkschaftseigenen Bank BAWAG, Mitgliedsbeiträge wurden durch diese in undurchsichtigen Karibikgeschäften verpulvert. Na wer vertraut denen noch? Da war ausnahmsweise nicht die Regierung schuld, auch keine Großkonzerne, das waren die Verantwortlichen der Gewerkschaft und des aus ihren Reihen bestellten Aufsichtsrates besagter Bank.

    Konsum ist an und für sich nichts Schlechtes, davon lebt nun einmal die Marktwirtschaft. Zu dieser gibt es meiner Meinung nach keine Alternative. Eine geregelte Marktwirtschaft wohlgemerkt.

    Daß Männer und Frauen in eine Art Kampfsituation getrieben werden, kann ich auch nicht nachvollziehen. In einer freien westlichen Nation hat der Mensch eben Entscheidungsfreiheit, wie er sein Leben gestalten möchte. Das ist meiner Ansicht nach gut so.

    Und bei:

    „Durch diese scheinbare Unabhängigkeit trennen wir die Frauen von ihren natürlichen Beschützern, den
    Männern.“

    Mußte ich einfach herzlich kichern….

    Ich nehme einmal an, der Text wird vom Autor als fiktiv bezeichnet und bezieht sich aber auf die Lage unserer Gesellschaften, wie sie vom Autor gesehen wird. Nun, da kann ich nur bei der Gesetzeslage (Steuerrecht, Gewerberecht, etc.) zustimmen.

    Fazit: Der Text riecht ein wenig nach Verschwörungstheorie, von denen ja so einige herumgeistern. Die Wirklichkeit ist viel banaler. Der Versuch, genannt EUdSSR, die Redefreiheit, die Meinungsfreiheit, das Versammlungsrecht, die nationale Identität, sowie den demokratisch-rechtstaatlich verfaßten Nationalstaat zu gefährden. Aber wieviele Totalitarismen hat die Geschichte schon zerbröseln sehen….

  2. quadraturacirculi

    Kein Ding, Zweitkommentar sauber mit Putzmittel aus dem Discounter entfernt. 😉

    Der Text hat einiges an Diskussionspotential, deshalb fand ich ihn geeignet.

    Und ich finde in Deinem Kommentar keinen Punkt, wo ich widersprechen könnte. Klar bestimmt der Verbraucher die Wirtschaft.

    Genauso sind aber auch zahlreiche Unternehmen ins Ausland gegangen -aufgrund einer desolaten Steuerpolitik- und damit waren Arbeitsplätze weg.

    Mit der Euroeinführung begann eine Teuerungswelle, die ihresgleichen sucht. Inflation hoch, Rezension auf dem Stand von 1929.

    Wer soll heute noch seine Lebensmittel bei Tante Emma, wenn es sie denn noch gibt, kaufen?

    Es ist schon mehrschichtiger und deshalb, Wiederholung, kann man gut darüber diskutieren.

  3. Was soll daran fiktiv sein?
    So läuft es doch schon und zwar ohne jeglichen Verschwörungskitsch drumherum.
    Man schaue sich allein die 700.000 Leiharbeiter an, die für Hungerlöhne arbeiten gehen. Die haben tatsächlich nur soviel Geld, um von der Hand in den Mund zu leben. Großartig nachdenken über die Verhältnisse ist da nicht drin.
    So ist es auch beim Rest vom Text.

  4. Ich finde es immer wieder recht lustig, dass jeder der etwas weiter denkt, als nur bis zur eigenen Nasenspitze als Verschwörungstheoretiker bezeichnet wird. ich weiss nicht mehr welcher amerikanische Politiker einmal sagte: „in der Politik passiert nichts aus Zufall. wenn etwas passiert können sie sich sicher sein, dass es von irgendjemand geplant wurde.“
    Allerdings hat derjenige der als Verschwörungstheoretiker bezeichnet wird ka noch Glück, denn wenn das nicht funktioniert dann kommen ganz andere Geschütze.(Krampf gegen R… z.B)
    Und wenn selbst die schwereren Geschütze entweder nicht einsetzbar sind oder versagen, begeht man halt Selbstmord in der Badewanne oder hüpft ohne Schirm aus dem Flieger.
    Auch ist es natürlich reine Verschwörungstheorie wenn zwei Türme wegen eines kleinen Feuers in Freifallgeschwindigkeit zusammenfallen, und in Statik etws Bewanderte meinen dass dies eigentlich nicht möglich waere.

  5. fluchtachterl

    Die schlatzigen Rüsselmanderl aus dem Weltall haben sich gegen die arme Menschheit verschworen… Wer das nicht begriffen hat, der hat eben keinen lichtjahrereichenden Weitblick.

    Im Ernst:

    Bezüglich Leiharbeit: Für den Arbeitnehmer eine Notlösung, um nicht unterzugehen, stimmt. Für Studenten eine Möglichkeit, angemeldet und mit Kollektivvertrag Geld zu verdienen, dies mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, die einen gewissen Spielraum für Prüfungen, Übungen, lassen. Nicht immer ein Vergnügen, weil Schreiber dieser Zeilen Leiharbeiter am Anfang des Studiums war. Es kommt auf den Betrieb an. Ausnützerei ist aber nicht auf irgendwelche geheimen Machenschaften von irgendwelchen Bünden oder Marionettenspielern zurückzuführen, sondern auf die schlichte Gier von Betrieben.

    Einigermaßen fair gestaltete Leiharbeit kann dem Betrieb in Auftragsspitzen Arbeitskräfte zur Verfügung stellen und manchen Menschen zur Überbrückung, bis sie als Arbeitnehmer eine feste Anstellung finden, dienen. In den guten Zeiten wurden Leihkräfte manchmal von dem Betrieb übernommen, wo sie als Leihkräfte tätig waren.

    Heute, das muß man mit Fug und Recht aussprechen, ist es zur Ausbeuterei geworden. Aber daß man in dieser Lage über nichts mehr nachdenken kann, diese Meinung teile ich nicht.

    Die handelnden Akteure sind stets Menschen, sprich unvollkommen, mit all ihren Eigenschaften, zu denen, wie bei jedem von uns, auch die Gier gehört. Die ideale Gesellschaft wird es nie geben. Nur ist es durchaus möglich, eine Gesellschaft durch für jeden verständliche Regelwerke, an die sich jeder zu halten hat (Rechtsstaat) einigermaßen lebenswert zu gestalten.

    In verschiedenen Ländern wurde (und wird zum Teil noch) diese Art von Gesellschaft gelebt. Unvollkommen wie alles Menschliche, aber ehrlich gesagt mir graut vor einem Menschenbild, das die Vollkommenheit, die Gleichheit, das „Edle und Gute“ usf. anstrebt…, Gott bewahre uns vor solchen Traumtänzern!

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