Kopftuchstreit in Speyer – mit dem Rücken zur Wand

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35 Antworten zu “Kopftuchstreit in Speyer – mit dem Rücken zur Wand

  1. Mehr Öffentlichkeit !!! Wie wäre es mit einer Sammlung für unterstützende Zeitungswerbung ?
    Den Schülern muß geholfen werden. Das sind wir Ihnen und uns allen schuldig.

  2. Lieber Kollegiat!

    Erst mal möchte ich Ihnen meinen Respekt dafür bekunden, dass Sie das Kolleg überhaupt besuchen, dass Sie trotz Ihres fortgeschrittenen Alters Abitur machen möchten, um sich persönlich weiter zu entwickeln. Solche Leute braucht das Land.

    Dass ich Ihren Mut und Ihre Standhaftigkeit in der Kopftuchgeschichte bewundere, brauche ich Ihnen nicht zu sagen. Zu meiner Schulzeit hätte ich selbst wahrscheinlich mit einem Achselzucken reagiert, wenn plötzlich eine Lehrerin mit Kopftuch vor mir gestanden wäre. Aber die Zeiten haben sich geändert und als vernünftiger Menschen kann man nicht länger die Augen verschließen, sondern muss im Rahmen seiner Möglichkeiten (und der Gesetze) handeln. Es gibt aber kein Gesetz, dass Ihnen verbieten kann, den Unterricht dieser intoleranten Lehrerin zu boykottieren.

    Ich kenne Speyer gut genug, um zu wissen, dass Sie von den extrem harmoniebedürftigen Pfälzern dort vielleicht Wohlwollen aber keine allzu große Unterstützung erwarten dürfen.

    Lassen Sie sich davon aber nicht beirren, auch wenn der Druck noch erhöht wird und wenn sonst alle untreu werden!

    Mit den besten Grüßen,

    benj@min

  3. ich habe folgende Mail an Kurt Beck – kurt.beck@stk.rlp.de – geschickt:

    Sehr geehrter Herr Beck,

    mit Entsetzen nehme ich Kenntnis von den Vorgängen am Speyer-Kolleg, bei denen das geltende Recht mit Füßen getreten – in dem Fall: mit dem Kopftuch vergewaltigt wird.

    Es ist ungeheuerlich, dass in Deutschland 2009 der Ausdruck für Minderwertigkeit der Frau in einem öffentlichen Raum zur Schau gestellt werden darf. Desweiteren ist das Vorgehen der Lehrerin, die Schüler öffentlich zu verhören und diese zu bedrohen, nicht haltbar. Die Forderung der Schüler nach Untersuchung dieses Vorfalls und nach einer eventuellen Bestrafung unterstütze ich aus vollem Herzen.

    Skandalös finde ich ausserdem die Weigerung der Polizeibeamten, eine Anzeige der Schüler aufzunehmen. Ich bitte Sie um Klärung des Sachverhalts, warum die Polizei hinsichtlich gegenüber uns ausgesprochener Drohungen, keine Strafanzeige trotz entsprechender Aufforderung aufnimmt.

    Meine volle Unterstützung finden die Schüler bei ihrer Forderung: „Wir lehnen das Verhalten der Lehrerin aufgrund der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2003 ab. In dem Urteil wird ausdrücklich auch auf die Wahrung der negativen Religionsfreiheit Bezug genommen und die Landesregierungen dazu aufgefordert, entsprechende klärende Gesetze zu erlassen.

    Als Deutscher fordere ich Respekt vor dem Bundesverfassungsgericht in der Form einer landesrechtlichen Umsetzung der Vorgaben des BVerfG bezüglich des sogenannten „Kopftuchs“ Außerdem halte ich die Entfernung der betreffenden Lehrerin von der Schule als gerechtfertigt, sofern diese nicht bereit ist, auf das Kopftuch zu verzichten, und eine Untersagung jeder weiteren Lehrertätigkeit.

    Mit freundlichem Gruss

  4. Hat noch irgendjemand Zweifel daran, dass diese Schüler die Freiheit verteidigen? Den allergrößten Respekt.
    Hat noch irgendjemand Zweifel daran, dass das Kopftuchtragen als Lehrerin im Unterricht eine politische Machtdemonstration ist? Weh‘ uns, wenn diese mutigen Schüler einknicken.
    Wenn sie aus religiösen Gründen das Kopftuch tragen will, dann soll sie es in er Moschee tun.
    Allah wird es sicher verstehen.
    Oder!?!?!?

  5. Hallo und vielen Dank für den Bericht.

    Ich wundere mich, daß es so anstrengend ist eine Lehrerin notfalls zu ‚vergraulen‘?

    In meiner Schulzeit hätten wir selbst in der Minderheit offen schön große Kreuze getragen,
    Schweinemettwurststullen gegessen und die fettigen Hände nicht vom ‚Schwein‘ gereinigt, sogar den Lehrertisch damit betatscht.
    Wir hättend er Lehrerin ununterbrochen Fragen gestellt, wie man sich fühlt, wenn man ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes missachtet und eigentlich ein Vorbild sein sollte.
    Wir hätten sogar gefragt wie Sie zu ihrer Religion steht, ob sie für oder gegen Unterdrückung von Frauen oder Ehrenmorden ist, ob Mohammed tatsächlich Sex mit Minderjährigen hatte und ob ihr Mann auch so etwas tut.
    Als letzten Schritt hätte ich meine Wasserspritzpistole mit Schweineblut gefüllt und die Lehrerin damit bespritzt, möglichst Richtung Mund.
    Das sind doch alles harmlose Kinderreien gegen ein Vertoß gegen ein Rechtsurteil.
    Wahrscheinlich aber sehr wirksam.

    Wenn man keine Öffentlichkeit bekommt, dann liegt es daran, daß man noch zu uninteressant dafür ist.
    Lasst Euch dort doch mal etwas einfallen, wenn man auf dem normalen Weg nicht weiter kommt, dann sollte man eben unkonventionelle Methoden finden.
    Zeitungsanzeigen etc… werden da nicht viel nutzen, die Presse muß schon von allein kommen.

  6. quadraturacirculi

    @ Thorsten

    Deinen Ideenreichtum in allen Ehren: Es muß einen „normalen Weg“ geben.

    Es geht nicht um das Vergraulen oder Lehrermobbing. Die Schüler haben ebenfalls ein Grundrecht auf Religionsfreiheit. Genau dieses Grundrecht, auf das die Lehrerin sich beruft. Für die Schüler bedeutet es negative Relegionsfreiheit, also keine religiösen Symbole in Schulen.

  7. Ist es nicht so, dass sich die Schüler auf die gleiche Stufe mit der Pädagogin stellten, wenn sie mit großen Kreuzen in die Schule kämen? Dann müssten sie sich ja bezüglich der Trennung von Staat und Kirche in öffentlichen Einrichtungen an die eigene Nase fassen und würden sich selbst angreifbar machen. Sieht doch so aus, als ob sie sich bei der Polizei schon hätten rechtfertigen müssen, oder? Ich glaube auch, dass es einen anderen Weg geben muss.

  8. @Lilith: Falsch. Ein Schüler repräsentiert in der Schule nur sich selbst, darf also durchaus Kopftuch tragen, ein Kreuz um den Hals oder ein T-Shirt, auf dem steht „Jesus liebt Dich“ oder „Mohammed gab es nie“ oder sogar „Gott ist tot“.

  9. Oliver Gabath

    Ich kann verstehen, dass ihr durch das Kopftuch dazu provoziert wurdet, aber im Grunde habt ihr die Kampfhandlungen eröffnet – also steht sie durch. Das ist machbar.
    Das Gesetz ist auf eurer Seite, aber Recht bekommt man nicht einfach, Recht muss man sich erstreiten. Nicht, weil man die Menschen schikanieren will, sondern weil die Organe, die über Recht und Unrecht entscheiden zunächst alles sehr genau prüfen müssen – schließlich besteht ihre Arbeit vor allem aus der Suche nach der Wahrheit.
    Und ja, man legt euch Steine in den Weg. Das ist nicht schön und sollte nicht so sein, aber damit muss man rechnen. Lasst euch nicht beirren – wenn die Polizei in Speyer euch z.B. nicht hilft, gibt es vorgesetzte Behörden, ein Innenministerium und natürlich die Presse.

    Deswegen mit Durststrecken rechnen, mit Rückschlägen, mit Gegenattacken. Das ist unangenehm, aber das gehört dazu – ärgerlicherweise.
    Ich wundere mich über den Schulleiter. Ich habe ihn während meines letzten Jahres am Kolleg und der damaligen „Krise“ um die Stundenpläne, Unterrichtsausfall und Lehrermangel als sehr sachlich diskutierenden, alles genau abwägenden und vernünftigen Menschen kennen gelernt – mir gegenüber hat er sich stets korrekt verhalten.
    Wenn er euch darauf hinweist, dass das BAföG gekürzt werden kann, was durchaus richtig ist, dann ist das kein Mittel der Unterdrückung (die Funktioniert an Schulen eh nur, wenn man’s mit sich machen lässt) – Ich würde darin den gutgemeinten Ratschlag sehen, Maßnahmen zu ergreifen, wie man sich auch dagegen wehrt.
    Allgemein schert das was Leute wie er euch sagen nicht über den Kamm, sondern zieht Nutzen für euch daraus.
    Menschen drücken sich oft undiplomatisch aus oder schießen mit vergiftetem Pfeil – davon würd ich mich nicht beirren lassen.

    Ich wundere mich auch über die Stimmung allgemein am Kolleg. Als uns die Situation zu bunt wurde, schrieb ich einen schönen Brief und fragte die anderen, ob sie ihn unterschreiben – was 32 von 40 Leuten aus meiner Stufe auch taten. Ein Exemplar ging an die ADD, eins ans Ministerium, eines legte ich dem Schulleiter am Morgen danach vor.
    Die Presse einzuschalten war mir zu stark vorgekommen – ich wollte nichts eskalieren, was sich vielleicht auch anders lösen lässt.

    Schon deswegen meinen Respekt, dass ihr euch an die Presse gewendet habt. Auch wenn der Artikel, den ich gelesen habe, kaum mehr als ein Kommentar war – er ist mir aufgefallen. Ich denke, das war richtig und mutig – lasst euch nicht unterkriegen, wenn das Wetter kälter wird.

    Persönlich denke ich, dass die Trennung von Kirche und Staat richtig und sinnvoll ist. Das Kopftuch halte ich für zu den religiösen Symbolen gehörig, die in einer öffentlichen, staatlichen Schule nichts zu suchen haben. Immerhin hatte nicht mal Herr Klatt (falls sich an den noch jemand erinnert) ein Kreuz am Revers.
    Wenn mein ehemaliger Arbeitgeber sagt: Ihr zieht alle blaue Klamotten an, dann ziehen wir alle blaue Klamotten an – daran ist nichts ungewöhnliches, das kennt jeder, der irgendwo angestellt war. Dass das für einen Staatsdiener auch gelten muss, sollte sich von selbst verstehen.

  10. durchleuchter

    Wir leben halt in einer Diktatur der Politischen Korrektheit. Manche glauben, daß all das nicht zufällig entstanden ist, sondern gezielt an diesen Punkt gebracht wurde.

  11. Und so fühlt ihr euch alle ganz groß, wenn ihr eine Lehrerin mobbt, ohne ihr eine Chance zu geben. Eine Frau, die niemandem etwas Böses getan hat, nur selbst bestimmen will, was sie trägt…

    Feine Demokraten!

  12. Guten Abend, selbsternannter Demokrat aus/von Rheinsberg.

    Die Frau, die NUR selbstbestimmen will, was sie trägt, auch wenn es eklatant gegen den Grundsatz der negativen Religionsfreiheit verstößt, tut doch ganz gewiß nichts Böses? (Ironie off)

    Ich schwinge mich hier nicht auf, zu richten, was „gut“ ist und was „böse“. Jedoch erlaube ich mir, das Nachdenken über den Sachverhalt anzumahnen.
    Letzterer ist in diversen Beiträgen hier dargestellt worden.
    Die Kopftuchehrerin hat die Chance, die von ihr so rigoros und unerbittlich wahrgenommene Religionsfreiheit in Einklang zu bringen mit der eingeforderten negativen Religionsfreiheit der Schüler.
    Mit anderen Worten: Die Schüler müssen nicht auf ihr Recht auf negative Religionsfreiheit zu Gunsten der Kopftuchlehrerin verzichten. Sie könnte aber auf das Tragen des Kopftuchs an der Schule verzichten.

    Feine Demokraten? Aber sicher.

  13. Ich schließe mich meinem Vorredner an.
    Dazu kommt allerdings noch, daß die Lehrerin einen Lehrauftrag hat, den Sie durchzuführen hat.
    Kommt es dabei aus berechtigen Gründen zu Protesten und Widestand kommen (sowie der Nebenwirkungen), so daß der Lehrauftrag nicht ordentlich durchgeführt werden kann, wäre die Lehrerin in der pädagischen Pflicht diesen Zustand zu beseitigen wenn es in ihren Möglichkeiten liegt.
    Diese Möglichkeit hat sie, da sie selbst der Auslöser ist.
    Man könnte sich also nun auch die Frage stellen,
    ob diese Lehrerin grundsätzlich überhaupt primär daran interessiert ist, ihren Lehrauftrag zu erfüllen, oder eben doch nur ihre Religionszugehörigkeit zu demonstrieren.
    Die Antwort auf diese Frage steht wohl fest.

  14. Es ist witzig, wieviele öffentliche Briefe geschrieben werden. Dieses „Sehr geehrter Herr XY“, typisch deutsch.
    Die (Parteien) lachen sich tot und arbeiten fleißig an der Etablierung ihrer Diktatur. Eine weiche Diktatur haben wir schon. Das Speyer-Kolleg ist ein gutes Beispiel dafür.
    Der Faschismus kommt dieses Mal von links. Der Kampf gegen Rechts dient zur Etablierung einer linken Diktatur.

    Ein geniales Meisterstück, das muss man neidlos anerkennen. Diesmal ist kein charismatischer Führer notwendig. Es reichen widerliche, kleine pissige Juristen, die per repräsentativer Demokratie über den Umweg von undemokratischen Ausschüssen alles in Gesetzesform gießen.

  15. {>!<}

    Auf einen groben Klotz
    gehört, wie es so schön heißt,
    auch ein grober Keil. Denn die Zeit
    der Freundlichkeiten ist nun langsam vorbei.
    Erleb es doch jeden Tag und das gleich
    mehrfach – sie können nicht
    mit uns und sie wollen
    nicht mit uns…
    Übrigens, gerade gestern
    so ein türkisches Sprichwort gelesen,
    das klar zum Ausdruck bringt, was für die
    mittelfristige Zukunft zu erwarten ist.
    Zehn Derwische haben auf einem
    Teppiche Raum, aber
    nicht zwei Könige
    in einem Lande.

    XXXXXXX
    ))*µ*((

  16. memyselfandi

    Hallo @ all,

    als Schüler des Speyer Kollegs entsetzt es mich immer wieder, in welche Ecke hier einige Leute gedrängt werden. Es sollte hier im Vordergrund stehen, dass das einzige „Gedankengut“, das an unserer Schule verwendet werden sollte, das ist, das wir hier keinen Bedarf einer Deutsch bzw. Sozialkundelehrkraft haben, egal ob mit oder ohne Kopftuch. Dies betrifft nämlich hier jeden, egal welche Position er vertritt. Eher hätte man uns eine Lehrkraft in einer der Naturwissenschaften zuweisen sollen und nicht für Fächer, für die wir Lehrer im Überfluss haben. Klare Schuld hat hier die zuständige Behörde und nicht die Lehrerin die das Kopftuch trägt. Das jetzt nur darüber diskutiert wird ob das Kopftuch getragen wird oder nicht, finde ich mittlerweile schlicht und ergreifend überflüssig. Für diese Regelung sind nun mal die Länder zuständig und genau gegen diese sollte man sich stellen und nicht auf jemandem rumhacken, der genauso eine Position, einen Glauben oder whatever vertritt, wie die, die hier so schreien. Ich persönlich sage ich bin für Säkularisation, bzw. für eine endgültige einheitliche Regelung, wie auch immer diese ausfallen wird, allerdings bin ich nicht gegen Ausländer! Auch beurteile ich öffentliche Beamte nach ihrer Kompetenz und nicht nach einem äußeren Erscheinungsbild oder einer Einstellung. Zu guter letzt möchte ich hiermit verhindern, dass das gesamte Kolleg, welches mich persönlich miteinschließt, in irgendeine linke oder rechte Ecke gedrängt wird. Wir haben alle verschiedene Meinungen und von wegen es macht keiner das „Maul“ auf, wenn niemand das „Maul“ aufgemacht hätte, wäre es nicht zu solch einer absurden Hetzjagd gekommen………..

  17. Hallo.
    Ich bin ein Schüler des Speyer-Kollegs und wollte mich einfach mal zu Wort melden. Ich habe die Diskussion hier

    nicht wirklich komplett verfolgt, aber einige Auszüge gelesen. omfg!! Ich habe die besagte Lehrerin nicht, werde

    aber mit den auftretenden Problematiken indirekt wie direkt konfrontiert.

    Es findet eine Vermischung verschiedener diskussionswürdiger und unwürdiger Themen statt.

    1. Die „Kopftuchfrage“:
    Fakt ist, dass die Lehrerin nach geltendem Recht handelt. Es gibt in RLP KEIN Gesetz gegen oder für ein Verbot

    religiöser Symbole im Klassenzimmer. Punkt.
    Wendet euch an eure Politiker, sollte euch dieser Umstand nicht passen.
    Mir persönlich ist es egal, ob mein Lehrer ein Kreuz trägt, oder ein Kopftuch. so lange er/sie im unterrichtenden

    Fach seine/ihre religösen Ansichten außen vor lässt. (Was er/sie ohne Kreuz oder Kopftuch bitte auch unterlassen

    soll) Und so fern es kein Religionsunterricht ist. Is ja klar ^^

    2. Die Versetzung der Lehrkraft an diese Schule:
    Dafür kann weder die Schulleitung etwas, noch die betreffende Lehrkraft. Schreibt doch direkt eine Mail an die ADD

    😉
    Diese Stelle ist dafür Verantwortlich welcher Lehrer wann wo versetzt wird.

    3. Die Anfeindung mancher Schüler sie seien „rechts“
    Ich bin jede Pause auf dem Schulhof und ich muss sagen, ich habe noch NIEMANDEN auch nur irgendeine

    fremdenfeindliche Parole schreien hören. Die 8 Schüler, die den Unterricht boykottiert hatten, haben dies, meines

    Wissens, nur getan, um zu protestieren, dass sie mitten im Schuljahr den Lehrer wechseln mussten. Wie gesagt, meines

    Wissens.

    Mal meine Meinung breittretend: Mir ist es egal, ob mein Lehrkraft ein Kreuz um den Hals, oder ein Kopfuch auf dem

    Kopf trägt. So fern er bzw. sie es aus freien Stücken macht und mich mit seiner Meinung bzw. seiner religiösen

    Ansicht nicht „überzeugen“ möchte. (Soll mein Mathelehrer doch ein T-Shirt tragen auf dem steht: I ❤ Jesus ) So

    what?
    Im Klassenzimmer sollte dagegen aber kein Kreuz hängen. Genau so wenig möchte ich einen Gebetsteppich und eine

    Buddah-Statue … oder irgendein anderes religiöses Symbolik. Ich bin für eine Trennung von Staat und Kirche, aber

    die Lehrkraft soll ihre Religion, so fern sie nicht missioniert, frei ausüben dürfen.
    Das verstehe ich unter Religionsfreiheit und Toleranz.

    Jetzt hab ich genug geschreiben, let the flame go on…

  18. memyselfandi

    Zusatz: Ich möchte damit nicht sagen, das man nicht auf sein Recht bestehen sollte oder nicht demokratisch denken soll, um „Gottes Willen“, aber so eine Hetzjagd, wie sie hier stattfindet, muss nicht sein. Ich hoffe es wird bald eine der Säkularisierung entsprechende Regelung (wie sie auch in Teilen der Türkei stattgefunden hat!) gefunden.

  19. quadraturacirculi

    @ Keiner von dort

    Keine Kreuze im Klassenzimmer aber Kopftuch ja?

    Die Schle wird repäsentert und die Schule selbst und den Lehrkörper. Für mich ist die Aussage ein Widerspruch.

  20. memyselfandi

    Alles schön und gut keiner-von-dort. Solange dir keiner die Meinung aufzwingt…….. Hast du auch mal an Schüler gedacht, die bspw. eine normale Realschule besuchen, mitten in der Pubertät sind und noch gar keine eigene Meinungs- bzw. Religionsbildung haben können? Klar, du bist erwachsen, aber was ist mit den Kindern?

  21. Für mich nicht. Die Schule soll neutral sein. Der Lehrer kann hingegen (wie gesagt, meiner Meinung nach) seine Religion mit Kreuz um den Hals, T-Shirt mit Schriftzug drauf oder Kopftuch auf „präsentieren“ wie er möchte. So lange er mir nichts dazu aufzwingt, erzählt oder missioniert, fein und von mir aus.

    Ich trenne Klassenzimmer und Lehrkraft einfach.

    Sagen wir einfach: Kein Buddah im Klassenzimmer aber mein Lehrer darf ein Kreuz tragen. ^^

  22. @memyselfandi

    Ja, habe ich … wenn es sie interessiert, können sie ihre Lehrkraft auf das Kreuz ansprechen … und werden hoffentlich objektiv darüber informiert. Kein Kreuz aber immer latente Doktrin über Gott finde ich schlimmer als ein offener Umgang mit diesen Themen.
    Und wenn ich mich an meine Schulzeit erinner, hätte ein Kreuz oder Kopftuch niemanden wirklich gestört.

  23. memyselfandi

    @keiner-von-dort

    So um Klartext und das letzte zu diesem Thema zu schreiben: Stell dir vor, du findest eine Sache toll oder bist von der überzeugt ohne Ende. Jetzt fragt dich ein 15 jähriger danach wie das ist. Du als überzeugter davon antwortest ihm begeistert und beantwortest alle Fragen. Pubertierende und Kinder lassen sich hier leicht mitreißen. Dies ist nicht gegen eine Religion gesprochen, aber wenn man von einer Sache überzeugt ist, redet man anders darüber wie wenn man, so wie ich, NEUTRAL darüber denkt. Vor allem als erwachsene Vorbildfunktion soll hier keine bewusste oder unbewusste Beeinflussung entstehen. Thats all………..

  24. So, und spricht das Koftuch mit mir, oder eine vom Staat ausgebildete Lehrkraft? Trägt sie ne Kappe oder der gläubige Mathelehrer nen Frack, ändert sich was an dessen Meinung? Nein …

  25. quadraturacirculi

    @ Keiner-von-dort

    Das ist Deine Meinung, die die Demokratie aushalten muß. Gleichermaßen gibt es Schüler, die dies anders sehen. Wie auch unsere Verfassungswächter auch.

    Und damit haben die Schüler jedes Recht dieser Welt, sich gegen die Vermischung von Staat und Religion zu wehren.

  26. @quadraturacirculi

    Soso, meine Meinung aushalten „muss“.
    Zitat: „Gleichermaßen gibt es Schüler, die dies anders sehen. Wie auch unsere Verfassungswächter auch.“
    Kannst du mir bitte das Gesetz in RLP zeigen, dass etwas GEGEN ein Kopftuch im Unterricht sagt? Sollte es keins geben, wäre wohl deine Einstellung zu überdenken 😛

  27. @keiner-von-dort:

    Ich würde Sie bitten, mal darüber nachzudenken: Was für eine Lehrkraft mit Kopftuch gilt, sollte auch für ALLE anderen Lehrer gelten, richtig?
    Stellen Sie sich nun vor, ein Lehrer mit Kippa wird an eine Schule versetzt, in der überwiegend Menschen muslimischen Glaubens unterrichtet werden. Wie hoch läge dort wohl die Toleranzgrenze für die betreffende Lehrkraft? Oder wie wäre es mit einem Bhagwan-Jünger in einer Schulklasse mit Schülern, die überwiegend „gut katholisch“ sind? Wie lange, glauben Sie, ginge das gut? Ich finde, es ist einfach, alles Multikulti zu sehen und permanent zu kritisieren. Was die Schüler am Speyer-Kolleg erwarten, ist meines Erachtens eine geregelte Rechtslage, die entweder religiöse Symbole verbietet oder eben erlaubt. Im letzteren Fall muss dies jedoch dann auch für alle gelten und jeder muss mit den Auswüchsen, die sich zweifellos daraus ergeben werden, dann auch ohne zu murren leben. Was man für sich selbst in Anspruch nimmt, muss man am Ende auch gegen sich gelten lassen.

  28. So weit stimmeich zu. Aber grade weil wir immer auf Integration und Toleranz pochen, sollte sich die Gesellschaft langsam dahin entwickeln.
    Übrigens, mich missioniert nicht das Kopftuch. Die religiöse Einstellung meines Lehrers ist unwichtig und sollte mein Deutsch-Lehrer ein Kreuz tragen wollen, bitteschön ….
    Übrigens … Sollte mein Gemüsehändler blaue Bananen verkaufen, muss ich drauf beharren, dass dies gesetzlich geregelt wird? Nö … so lange es kein Gesetz dagegen gibt, darf er sie verkaufen. Ich finde es schade, dass sich Deutschland, nicht nur auf Grund fehlender Toleranz, immer mehr von einer Demokatie zu einer Bürokratie entwickelt … tjaja … trotzdem allen, die diese Diskussion verfolgen ein schönes Wochenende 🙂

  29. @ keiner-von-dort

    Blaue Bananen betreffend steht es jedem Kunden frei, sich zu entscheiden. Wenn er möchte, kann er diese kaufen oder gegebenenfalls einfach einen Stand weiter schlendern, wo es die gewohnte gelbe Sorte gibt.
    Leider haben die Schüler am Speyer-Kolleg diese freie Wahl nicht. Sie können nicht entscheiden, ob sie nun mit oder ohne religiöses Symbol unterrichtet werden wollen.

  30. Ok, mein Vergleich hinkt etwas, seh ich ei, aber …. Betrifft die Aufregung eigentlich nur das Kopftuch, oder wäre sie bei einem z.B. „Mathelehrer mit Kreuz um den Hals“ genau so groß?

  31. @keinervondort

    Ja. Ich hätte ein Problem damit, wenn mein Mathelehrer ein offensichtlich übersehbares Kreuz um den Hals hätte. Ich stelle mir gerade vor, wie mir das Ding vor der Nase rumhängt und mich daran erinnert, dass der Heiland für mich gestorben ist. Eine gläubige Muslima hätte mit Sicherheit ein noch größeres Problem damit. Ich fände auch nicht gut, wenn mein Religionslehrer in Soutane unterrichten würde. Oder der Englischpädagoge einen Turban trüge. Ich bin der Meinung, dass alle religiösen Symbole in Klassensäälen nichts verloren haben. Dabei frage ich mich, wie die rheinland-pfälzische Schullandschaft in ein paar Jahrzehnten wohl aussehen wird. Ja, vor meinem geistigen Auge sehe ich es etwa so: Bhagwan-Jünger in roten Gewändern unterrichten an katholischen Schulen, auf den Pausenhöfen wird der „Wachturm“ ausgeteilt, scientologische Lehrkräfte verbreiten totalitäre Ideologien in gebundener Form, Turban-tragende Hindus dürfen die kastenlose Schüler nicht unterrichten und jüdische Lehrer unterrichten mit Kippa an Schulen mit überwiegend muslimischen Schülern. In den Klassenzimmern liegen Gebetsteppiche, der Duft von Räucherstäbchen neben der Vishnu-, Ganesha- oder Shiva-Statue sorgt für ein angenehmes Raumklima und der Rosenkranz wird jeden Morgen eine Stunde lang gebetet. Die noch leicht beeinflussbaren, minderjährigen Schülerinnen und Schüler werden mit all dieser religiöse Vielfalt sicherlich spielend klarkommen, ohne dabei bleibenden Schaden zu nehmen. Und ja, über allem schwebt natürlich der gewaltige Engel der ständig eingeforderten Toleranz.
    Zugegeben: Das ist „worst case“. Aber aus diesem Grunde bin ich der Meinung: Wehret den Anfängen!

  32. Ich verstehe die ganze aufregung einfach nicht!
    Als ich in America war hat man mir gesagt, dass deutsche als untellerante, pünktliche, selbstverliebte menschen gelten und das sie immer denken sie seien das maß aller dinge. dies hat mich sehr gekränkt, weil ich bisdahin immer stolze deutsche war. als ich aber nach einem Jahr zurück nach deutschland kam, viel mir genau dies auf.
    die welt ist so groß und wunderschön! mit vielen
    verschiedenen kulturen und religionen.
    aber hier in deutschland tragen wir alle scheuklappen!!
    warum regen wir uns darüber auf das eine frau ein kopftuch trägt? ein stück stoff!
    wird sie unterdrückt? also wenn ihr mich fragt, die sogenannte „emanzipierte“ oder „moderne“ frau sieht nicht anders aus und wenn nicht schlimmer!! die emanzipierte frau von heute entblößt ihren körper für 50 cent produkte oder magert sich zu tode und rennt halbtot über den laufsteg und DAS IST VORBILD für viele kleine mädchen! sie wollen nicht LEHRERIN werden, NEIN, sie wollen model werden. die ganzen medien sind gehirnwäsche und sorgen dafür, dass wir hier in deutschland immer dümmer werden! mir ist eine gebildete frau, die aus freien stücken ein kopftuch trägt ein besseres vorbild als meine deutschlehrerin, mit ihren atheistischen und oberflächlichen ansichten. sie hat aber keinen skandal verursacht, obwohl sie ja sogar im unterricht predigte! ich respektiere muslimische frauen, weil sie nicht den zwängen der 90-60-90 gesellschaft und der MODEWELLE „Atheiismus und der wahren unterdrückung der frau unterliegen und vorallem weil sie menschen sind.
    warum habt ihr spaß daran einem friedlichen menschen das leben zur hölle zu machen?
    mit entsetzen habe ich die beiträge oben gelesen(schweineblut und co)
    es gibt wirklich gestörte menschen auf dieser welt, wie der amokläufer vor einigen tagen!
    lasst die friedlichen menschen in ruhe und macht lieber eure hausaufgaben!

  33. @Elisa
    Danke für deinen Kommentar. Gut, dass es auch noch solche Menschen gibt.

  34. selberallein

    Viel Spass im Islam unter dem Kopftuch Elisa, aber bitte beschwer Dich hinterher nicht, du hättest gewarnt werden müssen.

    Ich gönne Dir wirklich alles wofür Du stehst!

    Ja, .com, auch Dir das Allerbeste, Du musst selber wissen , was gut für Dich ist.

  35. Pingback: Kurt Beck läßt Schüler im Stich « Angst vor Folter ist keine Phobie

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