Katholische Kirche exkommuniziert vergewaltigtes Mädchen

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18 Antworten zu “Katholische Kirche exkommuniziert vergewaltigtes Mädchen

  1. Karl Eduard

    Der Schutz des Dingsbums Lebens ist eine der Regeln der katholischen Kirche. Sie hat sie exkommuniziert. Und? Lebt sie noch? Hat sie die Möglichkeit, erwachsen zu werden und ohne Furcht vor der Hölle aufzuwachsen? Ich denke schon. Sie kann auch evangelisch werden oder buddistisch und kein Priester wird ihr dafür den Schädel einschlagen. Aber in Religionsgemeinschaften gibt es Regeln und fast alle kannst Du verlassen, ohne dass dir dafür der Tod droht. Das Ausgestossensein, freilich. DAmit will ich nicht den Katholizismus schönreden aber es ist ein Club mit Regeln und wer dagegen verstösst, der fliegt.

  2. quadraturacirculi

    Sicher ist der Schutz des Lebens eine Regel der Kirche. Nur gegen welche Regel hat das Mädel dann verstoßen? Welchen Stellenwert hat ihr Leben?

    Sie lebt noch, richtig. Unter welchen Umständen nach der Vergewaltigung wissen wir Beide nicht. Auch nicht, wie streng sie im katholischen Glauben lebt. Und nun wird sie doppelt bestraft?

  3. ….das stimmt ja gar nicht….das Mädchen ist NICHT exkommuniziert!!!

    http://kath.net/detail.php?id=22303

  4. quadraturacirculi

    Danke für den Hinweis, ich stelle diese Mitteilung mal hier so ein:

    Brasilien (kath.net)
    Ein Sprecher der katholischen Kirche in Brasilien hat Pressemeldungen von europäischen Nachrichtenagenturen dementiert, in denen berichtet wurde, dass ein neunjähriges Mädchen von der katholischen Kirche nach der Durchführung einer Abtreibung exkommuniziert wurde wie der „Kurier“ berichtet. Das Mädchen wurde nach einer Vergewaltigung durch den Stiefvater schwanger. Dom Jose Cardoso Sobrinho, der zuständige Erzbischof von Olinda und Recife, hat nur festgestellt, dass nach dem Kirchenrecht alle Beteiligten exkommuniziert sind. Die minderjährige Mutter sei allerdings nicht betroffen.

    Der Erzbischof betonte aber auch, dass die Kirche jede Abtreibung verurteile. Laut Pressemeldungen wollte die Neunjährige das Kind behalten. Offensichtlich gab es Druck von der Familie auf das Mädchen. Noch am Tag vor der Abtreibung besuchte der Erzbischof die Familie. Allerdings wollte die Mutter des Mädchens, die übrigens Zwillinge bekommen hätte, nicht mit dem Kirchenmann sprechen.

  5. Karl Eduard

    Also, meines Wissens gelten in Religionsgemeinschaften Regeln. Die Katholiken sind bei der Abtreibung besonders heikel. Sie betrachten die befruchtete Eizelle als Leben. Abtreibung, so sagen die, ist Mord. Die Katholiken. Wer nicht innerhalb der katholischen Kirche bleiben will, der kann sie verlassen. Da können wir drüber jammern und klagen, dem Mädchen droht die Hölle, an die wir anscheinend nicht glauben. Ist das entsetzlich, wenn jemandem etwas droht, was es nach unserem Glauben nicht gibt? Natürlich, für das Mädchen ist das schlimm aber es kann ja noch lernen, dass der Katholizismus eine Glaubenslehre ist, keine Wissenschaft. Die Empörung meinerseits hält sich also in Grenzen. Gut, ich bin nie mit Höllenfurcht aufgewachsen, ich kann das also auch nicht nachvollziehen, dennoch scheint Mord eine Todsünde zu sein und zieht den Ausschluss aus der katholischen Kirche nach sich. Vielleicht ein heilsamer Schock für das Kind?

  6. Ohne jetzt auf die moralische Bewertung einer Abtreibung in solch einem Falle einzugehen und abgesehen davon, dass die Abtreibung sicherlich genausowenig die freie Entscheidung dieses Kindes war wie der Sex mit dem Stiefvater: Im Sinne der christlichen Lehre bzw. deren Auslegung durch die katholische Kirche mag das Mädchen gesündigt haben.
    Das rechtfertigt jedoch keine Exkommunikation, denn auch eine solche Sünde kann nach christlichem Verständnis vergeben werden. Man exkommuniziert ja auch nicht jeden Mörder.

    Grundätzlich mal: Christliche Gemeinden sind keine Exklusiv-Klubs guter Menschen, sondern vor allem auch Anlaufstellen für Sünder und solche die dafür gehalten werden.

    Außerdem sind Taufe und Kommunion (Abendmahl) Bündnisse, die der Mensch mit Gott eingeht. Wie kommt eine – auch wenn die Katholen den Papst für unfehlbar halten – aus fehlbaren Menschen bestehende Organisation dazu, sich anzumaßen, Bündnisse aufzulösen, die andere Menschen mit Gott geschlossen haben?

    Oder noch viel einfacher gesagt: Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Jesus Christus, an den ich glaube und den ich aus der Bibel kenne, ein solches Kind von der Himmelstüre fortjagen würde…

    Allerdings bin ich nicht erstaunt über so etwas: Mit solchen und anderen Dingen beweist die katholische Kirche ständig, dass sie mit Christentum und Bibel oft nicht mehr viel zu tun hat.

  7. @quadraturacirculi

    Was für ein rührender Kommentar, da krümmen sich ja die Toten vor Lachen. O diese coole Logik der sonst so clare et distincte Existimierenden, die aber au wei auf einen innersten Nerv getroffen zu sein scheinen, wenn nur mal ein Sexualverbrecher verwahrt werden soll und die Anwohner sich wehren gegen seine Freilassung, welcher Protest als potentieller Aufruf zum Lynchmord hingestellt wird, wie bin ich gerührt.

    Aber nun zum „Schutz des Lebens“, der „die Regel der Kirche“ sein soll. Ach wirklich? Ich dachte immer, es handele sich um den Schutz der Fortpflanzung mit allen Mitteln auch gegen das Leben der Frau. „Leben“ hat auch die Samenzelle, aber Onanie ist noch kein Verbrechen mit Exkommunikationsfolge. Und die Zuschreibung des Personstatus für die befruchtete Eizelle ist reine Willkür der Inhaber der jeweiligen Definitionsmonopole, in diesem Fall nach moraltheologischen Richtlinien. Sobald die Frauenmehrheit mitzureden hat, ist es aus mit dem Kirchenrecht im Strafrecht. Da helfen auch keine Bendas und Böckenfördes mehr.

    Der katholische Fruchtbarkeitskult schützt zwar die Zwangsvermehrung in all if it’s forms, aber keineswegs das Leben der Frau, wie dieser Leisetreterjargon suggeriert.
    Muss man vielleicht noch wissen, „wie streng sie im katholischen Glauben lebt“?? Muss man wissen, wie streng eine Jüdin im Nationalsozialismus lebt, in den sie geraten ist wie das Mädchen unter die Kirchenkriminellen.

    Ihr tut so, als wäre der Fall was Neues, was Ungewöhnliches in dieser Kirche. Es wimmelt von diesen Verbrechen gegen die Frauen, sie sind die Regel, vor allem in den Ländern des katholischen Rechts, das auch im Aufwind des Islam wieder eingeführt werden wird bei uns. Denn dieser „Glaube“ wird durch das Strafrecht befestigt, falls sich das noch nicht rumgesprochen haben sollte.

    Wie sagt doch die Firma Meisner&Konsorten, die jetzt trouble hat mit den Pius-Brüdern, aber nicht mit Meisners Holocaust-Begriffen. Abtreibung gleich Holocaust, sagt die Firma Gottes.
    Sie hat es wegen der Pius-Bruder-Affaire nur vorübergehend etwas abgeschwächt zu der Version: Abtreibung nicht ganz gleich Holocaust, aber Mord. D.h. die kriminelle Verteufelung von Frauen, die in einer Demokratie, wo auch sie gefragt werden, legal abtreiben können nach Indikationen, was alles andere als Mord ist aus niedrigen Beweggründen, geht unverfroren weiter, aber das scheint Euch nicht aufgefallen zu sein oder weniger zu stören als die Kirchenaustritte. Das Wedeln mit den Weihrauchfässern ist immer noch berauschender. Demgegenüber interessieren die „Umstände“, unter denen Tausende von Frauen in lateinamerikanischen Ländern weiterhin krepieren am dort noch geltenden Latein, also Kirchenrecht, weniger.

    Auch der NSDAP-Herrenclub hatte seine „Regeln“, z.B. Todesstrafe für Abtreibung (Kehrseite war die Zwangsabtreibung für Jüdinnen. Ebenfalls ein nackter Vaterrechtskult.)

    (Wer über gewissen Dingen nicht den Verstand verliert, hat keinen zu verlieren.
    Gotthold Ephraim Lessing.)

    Auf den geballt brutalen Schwachsinnszynismus des ersten Kommentars gehe ich nicht weiter ein, dies ist nur an Euren exklusiven Zirkel. Ich vermisse einfach ein wenig die gewohnte und geschätzte Schärfe der Argumentation.
    Seit wann so ausbalancierend? Könnt’s die kath. verwöhnten Elitemännchen zu sehr tangieren?
    Möchtet Ihr’s nicht mit Meisner &co verderben? Denn die Firma würde es nicht überleben, wenn sie nicht die Staatsgewalt auf ihrer Seite hätte, die dem „Glauben“ nachhilft mit ihren Strafregeln, die sie keineswegs nur innerhalb ihres Clubs durchsetzt, wie der Gemütsmensch da oben meint, der unterstellt, die kirchlich inspirierten und diktierten Strafgesetze der katholischen Länder gälten nur für Katholiken. Bekanntlich werden sie wie die Scharia in den muslemischen Ländern auch allen Ungläubigen als staatliches Gesetz gleich mit verpasst. In den katholischen Diktaturen war das kein Problem. Soviel zum Austreten aus dem Verein.

    Auch das minderjährige Mädchen in Irland, das nach einer Vergewaltigung schwanger wurde und nach England ausreisen wollte, wollten die Zeitgenossen vom Kath Clux Clan mit Gewalt daran hindern, in Irland konnte ein Mädchen nämlich nicht aus der katholischen Verfassung „austreten.“ Gebärzwang als Fortsetzung der Vergewaltigung mit den Mitteln des Strafrechts ist bekanntlich die Regel dieses klerikalen Herrenclubs. Das Mädchen hat es dann doch noch geschafft mithilfe von humanen Wesen, die andere Regeln kennen als diese Barbarei des vergöttlichten Männerrechts.
    (Versucht doch mal das Wort „Männerrecht“ auszusprechen, ohne euch die Zunge zu zerbrechen. Vielleicht klappts ja mit etwas Übung über die Jahre. Wer weiss.)

    Ach noch was. Wo sind denn die schönen blauen Eier aus Eurem eersten Intro geblieben? Schon zu Spiegeleiern zerronnen? Oder befürchtetet Ihr, es könnte sich doch noch die eine oder andere unvorhergesehene Schlange drin regen?

  8. quadraturacirculi

    @ Nebelhorn

    Lesen hätte einfach gebildet. Dieser Aufruf ist ein Aufruf zur Hexenjagd, da die Justiz versagt hat. Und hierzu ruft ein Politiker auf, also ein Verantwortlicher für Recht und Gesetz (im Sinne des Gesetzgebungsverfahrens etc. pp.).

    Morgen wird jemand mangels Beweisen freigesprochen (oder weil er unschuldig ist) und es gibt die nächste Warnung?

    Werfe ruhig den ersten Stein…

  9. Das is aber dünne, mein Lieber. Niemand hat hier zum Lynchmord aufgerufen, das ist eine Unterstellung. Es geht um einen berechtigten Protest mit ausserparlamentarischen Mitteln gegen einen juristischen Misstand, der (der Protest) immer auf diese Weise dämonisiert wird. Nämlich jedesmal wenn z.B. eine Razzia gegen Kinderporno stattfindet und es dann empörte Reaktionen gibt, die auch berechtigt sind, egal wie gut oder schlecht formuliert, geht das Geschrei der Täterschützfront los mit dem Schlachtruf: „Hexenjagd“, dann folgt auf dem Fusse: „Lynchmord.“ Das kennen wir. Das ist die Täterschutzmentalität, die sich die Kritik an der Täterschutzjustiz grundsätzlich verbittet, als „populistisch“ u. dergl.
    An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen. Es muss nicht immer Latein sein. Ich versteh auch auf Deutsch, was die Herren meinen, die so besorgt sind ums Täterwohl, das die Justiz nicht mal ankratzt. (Ach diese frisch Gebildeten unter den Verächtern des Populismus. Wie blutjung seid Ihr? Habt Ihr kleine Kinder oder seid Ihr gerade der Pubertät entwachsen? gut zu wissen dass es noch so viele Nachtwächter des deutschen Rechts gibt, da können wir ja ruhig schlafen.)

    Es heist übrigens: Wirf den ersten Stein und nicht werfe. Werfe ich die erste Person Singular.
    Aber lese nur fleissig in der Bibel, mein Sohn. Und gebe mir keine falschen Ratschläge, gell.

  10. quadraturacirculi

    @ Nebelhorn

    Bitte suchen Sie Ihre „Lieben“ unter Ihresgleichen, ich bin für derartige Vertraulichkeiten nicht zu haben. Damit haben wir den ersten Satz abgehandelt, nun den letzten Satz auch noch. „Denn wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein..“; ich bin davon ausgegangen, dass dieses Zitat auch bei geistigen Einzellern bekannt ist.

    Nun in der Sache: Wie definieren Sie eigentlich Protest? Mir paßt heute Ihre Visage nicht (eigentlich paßt mir die Gestaltung Ihres Rasens nicht) und ich veranstalte eine Demo?

    Dieser Täter hat seine Strafe abgesessen. Das Gericht konnte keine anschließende Sicherheitsverwahrung verhängen. Er ist also ein freier Mann.

    Er ist aber nicht vogelfrei und dazu machen ihn die Medien.

    Stellen Sie sich mit der halben Hirnhälfte vor, dass ich die Ängste der Menschen dort teile. Und, geschätzte Nebelbombe, die Jahre meiner akademischen Aktivitäten im Studienbereich und Fortplanzungs interaktion liegen schon einige Jahre zurück.

    Ich gehe sogar soweit auf Sie zu, dass Deutschland immer noch ein Täterstrafrecht gibt, zumindest, was Nichtvermögensdelikte betrifft. Bei Vermögensdelikten gibt es die Deals des umfangreichen Geständnisses, zumindest bei den „Großen“. Noch, denn der BGH ist ziemlich sauer.

    Ich bringe Ihnen aber in Ihrer allwissenden Allmacht gern ein weiteres Beispiel: Magnus Gäfgen dürfte Ihnen ein Begriff sein. Seine Beschwerde ist mittlerweile doch in Straßburg angenommen worden. Eine Annahme der Beschwerde bedeutet hervorragende Erfolgsaussichten. Was wiederum bedeutet, dass hier sein Verfahren neu verhandelt wird.

    Sein unter „Folter“ -ich halte es nicht für Folter- abgegebenes Geständniss unterliegt dann dem Beweisverwertungsverbot. Dies kann bedeuten, sehr wahrscheinlich, dass dieser Mörder freigesprochen wird und Haftentschädigung bekommt.

    Was wollen Sie dann tun? Lynchen?

    Ich gebe zu, dass es mir ganz und gar nicht gefällt, was passiert. Das Strafrechtsmonopol liegt beim Staat. Und an dieser Stelle sollten Sie vielleicht mal über den Sinn dieses Blognamens vorstellen, auch wenn es Ihnen schwer fällt.

    Vielleicht reicht die Kraft ja noch für einen Blick in Leviathan.

  11. erniesouchak

    @Nebelhorn
    Oh, ein wahrhafter Philologe und Sprachwissenschaftler. Schön, dass Sie uns auf die imperative Lautverschiebung aufmerksam machen. Die Konjugation beherrschen Sie auch aus dem Effeff. Stehen Sie als Nachhilfelehrer noch zur Verfügung?

  12. Im Grunde kann das Kind jetzt froh sein, dass es den Klauen der Kirche wieder entronnen ist. Die Vergewaltigung war extremst uebel, aber ein Leben lang unter der Knute der Kirche leben zu muessen, ist auch sehr belastend.

  13. Pingback: Readers Edition » Erneuter Wirbel um katholische Kirche - Blogger sind entsetzt über brasilianischen Erzbischof

  14. Author: quadraturacirculi
    Comment:
    Heiliger Bimbam, das muss ein arges Missverständnis sein, o sorry, zu meinen Lieben wollte ich Sie in der Tat noch nicht gezählt haben, aber Sie zählen Ironie unter Vertraulichkeiten. Darauf kam ich gar nicht. Ich habe mir nur erlaubt, mich etwas zu belustigt über die belehrsame Ein-Bildung zu äussern, die aus Ihrer Selbstdarstellung spricht, aber bitte, ich nehm’s gern zurück, wenn’s ihnen lieber ist. Hielt Sie irrtümlich für etwas weniger begriffsstutzig, tut mir furchtbar leid. Auch das korrigiere ich gern zugunsten neuer Erkenntnisse, wo ich jetzt sehe, was für einen charmanten Vielzeller ich vor mir habe.

    Eine Parodie, o weh, Ihrer Belehrsamkeit scheinen die Gentlemen auch nicht zu vertragen, „werfe“ war nun mal ein Imperativ und nicht ein ums Subjekt verkürztes Bibelzitat. Sie können’s partout nicht ertragen, dass man Sie korrigiert, was sie doch selber am liebsten tun, argutus hält sich für supremus, vielleicht halten Sie auch die Tournante für eine Person statt einer Aktion. Tut mir leid, Ihnen so auf den Schwanz getreten zu haben, ich kann nicht mal versprechen dass ich’s nicht wieder tue.
    Soviel zur Nachhilfe für die hier amtenden Ober-Lehrkräfte. Ich möchte mich aber gar nicht mit Ihren Pfauenfedern schmücken, war nur eine kleine Retourkutsche und mein einsames Vergnügen an Wortspielen. Sie müssen es nicht teilen..

    Ihre Widerholung des Einfalls „Lynchen“, den ich schon kommentierte, macht die Unterstellung auch nicht vielzelliger. Auch gegen das Verfahren gegen Daschner ist durchaus Protest angezeigt, auch medial, Justizkritik ist kein Lynchaufruf. Denken Sie aber lieber nicht zu sehr darüber nach, wie sie mich widerlegen können, es nützt nichts bei dieser Grundierung Ihrerseits, der die Unterstellungen neuronal steuert. (Protest definiere ich „eigentlich“ in allen demokratischen Formen, wenn Ihnen das reicht, aber es macht nichts, wenn’s nicht reicht bei Ihnen.)

    In der Schweiz antwortet man auf die eklatanten Defizite der Täterschutzjustiz bekanntlich mit einer Verwahrungssinitiative, die auch verbessert wiederholt werden kann, das ist eine Form von Protest, es gibt auch andere. Die Medien sind nicht zur Justizakklamation da. Für weitere definitionsinquisitorische Erklärungsbedürfnisse, welchen rasen man nicht betreten darf, bin ich nicht zu haben, die müssen Sie schon selber befriedigen. Ich weiss natürlich, dass Sie auch in Sachen Rassismus-Artikel ganz legal status-quo-treu argumentieren, der Art. ist Ihnen ja bekannt. (Mir auch). Und Sie haben natürlich gut lachen über die ganz legale Existenzbedrohung von weniger gut Situierten. Verstehe ich gut. Schade nur, dass sie nicht über ein paar parodistische Bemerkungen lachen können und so gereizt reagieren, als müssten Sie mich noch belehren über Ihre auch recht amüsanten Eigenarten, sind das da oben in den Mandorlen alle Ihre Mitarbeiter? (kapiere: Satire!!!)

    (Zum Leviathan, dessen Bild nach den jüngeren Zeiten konzipiert ist, in denen als autonomes Individuum nicht mal die Hälfte der Individuen überhaupt mitgedacht ist, sonst sähen auch die sog. Eigeninteressen etwas anders aus, fällt mir nur gerade seine ältere mythologische Form ein, nach deren Bilde er aber nicht mehr geschaffen ist (wird schön und wenig bekannt beschrieben in From a Broken Web, die Stelle über den Abgrund, Tehom – vor dem Auftreten des „Allmächtigen“, auch in seiner säklaren Fassung- , habe sie nicht zur Hand, aber falls es Ihren Geisteskräften nicht schwer fällt, noch etwas Ungekanntes zur Kenntnis zu nehmen, nehmen Sie es nicht übel. )

  15. selberallein

    Vor lauter Nebel höre ich die Hörner nicht mehr, aber scheint auch nicht wichtig zu sein, wenn der Dunst verzogen ist haben wir wieder klare Sicht auf die Wirklichkeit und erkennen echte Menschen, wenn sie uns begegnen.

    Im Nebel sind Sinnestäuschungen normal, die sollte man auf seinem Weg einfach ignorieren!

  16. erniesouchak

    Nein, Nebelhorn. Ich teile Ihre geistreichen Wortspiele in der Tat nicht!

    Amüsant ist aber immer wieder zu beobachten, dass die Kommentatoren, die für sich die größte Objektivität und innere Ruhe in Anspruch nehmen, sich am meisten echauffieren. Mag das vielleicht mit dem psychologischen Verdrängungsmechanismus der ambivalenten Übertragung zusammenhängen? Nein, ganz sicher nicht.

    Insofern dürfen Sie Ihre übertragenen Pfauenfedern gerne behalten. Ebenso wenig wie Sie meinen Humor zu schätzen wissen, habe ich Verständnis für Ihr hysterisches Lamentieren über eine halluzinierte Oberlehrerhaftigkeit.

    Nur eines sollten Sie doch noch zur Kenntnis nehmen, dann entlasse ich Sie aus Ihrer anankastischen Vorstellung des Belehrtwerdens: Das Vorhalten von sprachlichen Unstimmigkeiten in einer Debatte zeugt eher von trotzigem Regressionsverhalten, als von einem souveränen Diskussionsstil.

    Gehaben Sie sich wohl!

  17. quadraturacirculi

    „Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.“

    Arthur Schopenhauer

  18. Ich kann diese Diskussion nicht nachvollziehen, macht doch die Haltung der katholischen Kirche für mich deutlich, dass sie lieber im Dogma verharrt als auf die Menschen zu zugehen.
    Macht sich eigentlich ein katholischer Würdenträger schuldig durch Unterlassung oder wird dies als Gottes Wille interpretiert? (Ich meine die nicht zynisch.)

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