Speyer-Kolleg – Kopftuchstreit Petition

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62 Antworten zu “Speyer-Kolleg – Kopftuchstreit Petition

  1. Stellt das Unterlaufen von Entscheidungen des BVerfG nicht einen offenen Rechtsbruch dar, der auch mit rechtlichen Konsequenzen für die verantwortlichen Abgeordneten geahndet werden müßte?

  2. Otto Ackermann

    Als durch die Aufklärung geprägter Mensch – weder links- noch rechtsradikalen Tendenzen zugeneigend – finde ich es skandalös, die Schülerinnen und Schüler in Speyer dermaßen mundtot zu machen!!!

    Leider wird von vielen „Politikern“ nicht erkannt, dass der Koran in weiten Teilen schlicht verfassungsfeindlich ist und die durch das Tragen des Kopftuchs symbolisierte „Landnahme“ auch noch gebilligt wird.

    Und dann wundert man sich auch noch über die Zunahme von „ausländerfeindlichen“ Tendenzen bei Jugendlichen.

    Dass solche Befragungen absolut nichtssagend sind…….

    „Hast du was gegen Ausländer?“
    „Hast du was gegen brasilianische Künstlerinnen?“
    „Hast du was gegen Türken oder Araber, die ihre Frauen verprügeln und ständig deutsche Frauen anmachen und beleidigen?“
    „Hast du was gegen einen norwegischen Biathleten, der richitig gut iss?“
    „Hast du was gegen Linsay Vonn – der aktuell besten Skifahrerin der Welt aus den USA – der besten Freundin unserer Maria Riesch?“

    Noch mehr Fragen?

    Kann sie gerne liefern.

    LG Otto

  3. Habt ihr keine anderen Probleme? Jetzt mal im ernst, lasst die Frau doch ihr Kopftuch tragen, könnte brechen wenn ich sowas lesen muss.

  4. Mich würde sehr interessieren, ob an der betreffenden Schule Kreuze an den Wänden angebracht sind, oder sonstige christliche Symbole. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Pflicht staatlicher Schulen zur religiösen Neutralität hierdurch oft unterwandert wird.

    Wie die Rechtslage derzeit ist, weiß ich nicht. Mein Rechtsempfinden sagt jedoch: Keine Kreuze= kein Kopftuch.

    Da -nach Aussagen der Muslime- das Tragen eines Kopftuches für muslimische Frauen nicht zwingend sein soll, halte ich das Verhalten der betreffenden Lehrerin für Provakation.

  5. Ich denke eher man sollte sich um wichtigere Dinge kümmern. Was sieht es eigentlich mit Kreuzen die um den Hals getragen werden aus? Gibt es da auch eine Richtlinie?

    Zu Kruzifixen an Wänden gab es in Bayern schon ein Urteil, sie sind erlaubt aber nicht mehr pflicht, so war es nämlich lange zeit. Jeder soll sich so ausleben dürfen wie er es für richtig hält so lange die Lerninhalte darunter nicht leiden sehe ich kein Problem. Viel Wind um nichts halt.

    Was wäre eigentlich wenn sie das Kopftuch nur als Modegag tragen würde? Wäre das dann egal?

  6. selberallein

    Zitat berlinow:

    Habt ihr keine anderen Probleme? Jetzt mal im ernst, lasst die Frau doch ihr Kopftuch tragen, könnte brechen wenn ich sowas lesen muss.

    Andere Probleme?
    Na klar doch, wie wäre es mit der Klimaerwärmung, dem Trinkwassermangel, der Diskriminierung der Frau, der Chancengleichheit von Migranten in Schule und Beruf, der Feinstaub, das Heringssterben im Bodedensee, Überschwemmungen auf der Mondberfläche, rauchende Schlote auf dem Tiefseegrund, Inzest unter Regenwürmern, Zunahme des Biegungsgrades von Gewürzgurken, Realitätsverdrängung von Gutmenschen, der Rechtsruck der linken, während die Mitte in die Luft geht…

    Sowas in der Art oder wie oder was?

  7. Es war eine praktizierende Muslimin die mal sagte: „Besser wäre, muslimische Männer würden sich mangels Vertrauen in ihre eigene Moral die Hände abhacken, denn ihre Frauen zu verpflichten, sich ein Leben lang unter Tüchern zu verstecken

  8. Mir fällt zu manchem Beitrag – nicht nur in diesem Blog – , der sich mit dem Thema beschäftigt, nur ein Zitat aus dem Jahre 1933 ein, das M. Liebermann zugeschrieben wird: „Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte.“
    Der historisch gebildete Mensch wird dies richtig einzuordnen wissen.

  9. @olyly:

    der papst hat auch gesagt kondome helfen nicht gegen aids. jeder so wie er mag.

  10. erniesouchak

    Hallo Berlinnow,

    Ihre überaus einfach gestrickten Überlegungen hinsichtlich der Kopftuchproblematik werden nur noch von Ihrem eindimensionalen Papstbild übertroffen. Vergeben Sie bitte dem Papst, dass er katholisch ist und nicht die Promiskuität predigt.

  11. Natürlich ist meine Meinung zu dem Thema einfach gestrickt. Weil es gar kein Thema gibt. Wenn jeder Mensch den anderen so akzeptieren würde wie er ist und man die Regeln des GG befolgt, hätte man recht wenig Probleme. Stattdessen schaffen wir uns selber welche. Der Papst ist ein Arsch, nicht mehr und nicht weniger. 6 Millionen Menschen sind in Afrika an Aids verreckt und sie kommen mir mit Religion und wollen seine Aussage auch noch damit rechtfertigen. Wäre der Papst auch nur ansatzweise humanistisch hätte er einfach nichts gesagt. Das Interview gab er ja wohl aus freien Stücken.

    Es gibt keine Kopftuchproblematik, nur Menschen die gerne eine hätten.

  12. erniesouchak

    Sehr geehrter/e .com,

    da Sie anscheinend ein sehr gebildeter Mensch sind und hervorragende Fähigkeiten im Verorten von Blogs zu einer bestimmten politischen Kategorie aufweisen, möchte ich Ihnen gerne meinerseits ein Zitat ans Herz legen:

    Ich beschwöre Sie beim Angesicht des Herrn, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass Sie sich irren könnten.
    Oliver Cromwell, Brief an die Synode der Kirche von Schottland, 5. August 1650

  13. @ berlinnow: Ich bin mit Dir eins, dass Religionen abgeschafft gehören. Gäb es diese nicht, wäre die Menschheitsgeschichte ein Stück weit humaner verlaufen. Ich bin mir sogar sicher, dass die meisten Krieg erst gar nicht stattgefunden hätten. Und mir fällt nicht viel ein, was es ohne Religionen so Trennendes zwischen den Menschen gäbe. Das ist der Grund warum ich sage: Keine Kreuze=kein Kopftuch, und umgekehrt.
    Ob mit oder ohne Religion wird ein guter Mensch immer Gutes tun und ein schlechter Mensch Schlechtes.

  14. @ berlinnow

    Wenn ich’s so bedenke, dann ist Ihre Meinung tatsächlich einfach getrickt: Eine links, eine fallenlassen, eine links, eine fallenlassen… kein Wunder, dass es am Ende kein Thema gibt! Haben Sie ihm das denn schonmal gesagt – ich meine, dem Pabst? Wenn nicht, würde ich Ihnen empfehlen, ihm jetzt einen gaaaaaaanz langen Brief zu schreiben… Am Besten, Sie fangen bei Christi Geburt an!

  15. @Lilith:

    Es gibt viele Themen die ich für wichtig erachte, aber Religion gehört bestimmt nicht dazu. Warum sollte ich dem Papst einen Brief schreiben? Der Mann ist verblendet und glaubt durch ihn spricht Gott (wa das nicht so, unfehlbarkeit und so?) und gerade deswegen finde ich seine Aussage unfassbar. Vor allem wenn man den Hintergrund betrachtet das 20% aller Afrikaner mitlerweile „bekehrt“ sind.

    Bei der Religion streiten sich Leute darum wer den besseren imaginären Freund hat. Toll!

  16. quadraturacirculi

    @ berlinnow

    Die Aussage ist aus Sicht des Papstes auch richtig, wenn auch aus dem Zusammenhang gerissen.

    Lebt man streng nach den Regeln der katholischen Kirche, und denen unterwirft man sich freiwillig, dann gibt es keinen Sex vor der Ehe und mit der Ehe eine monogame Beziehung bis zum Tode.

    Ob dies zeitgemäß ist, daüber kann man streiten.

    Wenn Du Dir die AIDS-Statistiken in Afrika ansiehst (West-Süd-Gefälle), dann wird Dir einiges auffallen.

    Fakt ist, dass der Virus hauptsächlich durch GV übertragen wird. Dies ist unstrittig. Das Problem in Afrika ist, dass die Aufklärung fast 25 Jahre später begonnen hat.

    Die weitere rasche Verbreitung hat seine Ursache in Polygamie und Gewalt gegen über Frauen (siehe die Bürgerkriegszonen).

    Und natürlich ist auch mangelnde medizinische Versorgung ein wesentlicher Grund. Fast alle Kinder Infizierter werden infiziert geboren, auch wenn dies aus medizinischer Sicht nicht zwangsläufig notwendig wäre.

    AIDS hat also verschiedene Gesichter.

  17. Pingback: Kurt Beck läßt Schüler im Stich « Angst vor Folter ist keine Phobie

  18. @ Quadratcircel: „Fakt ist, dass der Virus hauptsächlich durch GV übertragen wird. Dies ist unstrittig. Das Problem in Afrika ist, dass die Aufklärung fast 25 Jahre später begonnen hat.“

    GV ist in erster Linie ein menschliches Grundbedürfnis. und gerade die kath. Kirche hat die Aufklärung lange verhindert.

    Es gibt Regionen in Südostasien, die sehr lange weitestgehend aidsfrei waren: Hier wollten Humanistisch-Medizinische Verbände profilaktisch Infomaterialien verteilen. Missionare der kath. Kirche besaßen die Dreistigkeit, die Prospekte -ja, hier wurde zu Kondomen geraten- zu vernichten. Sowas nennt man Behinderung der Aufklärung.

  19. Aber wir kommen vom Thema ab.

    Solange an der betreffenden Schule christliche Symbole erlaubt sind -auch das Tragen von Kreuzketten des Lehrpersonals gehört dazu- bewegt man sich mit einer Petition auf ziemlich dünnem Eis.

  20. quadraturacirculi

    @Olyly

    Ich habe nirgendwo verleugnet, dass GV ein menschliches Grundbedürfnis ist. Im Sinne der katholischen Kirche angedacht zur Fortpflanzung.

    Ich begrüße die Äußerung des Papstes nicht. Gleichfalls liegt es mir fern, es zu rechtfertigen und ich habe heute auch noch nicht in der Sache mit dem Papst telefoniert.

    Das Aufklärungsdefizit habe ich ebenfalls erwähnt, gerade Afrika 20 Jahre Rückstand.

    Wie soll der Papst Kondome begrüßen, wenn es dem katholischen Glauben entspricht, dass man fruchtbar ist und sich mehren soll?

    Wie soll der Papst die Abtreibung gutheißen, wenn der Schutz jeden Lebens biblische Grundregel ist?

    Die Fragen kann man fortsetzen.

    Verstehst Du, worauf ich hinaus will? Keiner würde von Claudia Roth (welch ein Gruselbeispiel erwarten), dass sie dafür plädiert, alle Türken des Landes zu verweisen.

    ACHTUNG: Dies ist nur ein Beispiel.

    Und zum Thema christliche Symbole zurück: Ja, DU hast recht. Keinerlei religiöse Symbole an staatlichen Schulen, egal, ob es ein Kreuz ist, oder ein Kopftuch.

  21. Der Papst hätte einfach nichts sagen soll, aber dazu fehlt es wohl an Weitsicht und vielen anderen dingen. Gute Nacht

  22. Pingback: Blog » Blog Archive » Speyer

  23. Schon erstaunlich, daß gerade irgendwelche katholikenfeindliche Hartzer am besten wissen, was der Papst sagen soll und was nicht!

  24. kümmer dich doch erst mal um deinen Drecksmoloch in Berlin!

  25. OT: Durban II: Streichungen doch umfangreicher

    Argumentativ sind die Gegner der Konferenz damit erst mal an ein Ende gekommen. Das selbe gilt allerdings auch für die Befürworter:

    http://antifo.wordpress.com/2009/03/19/durban-ii-streichungen-doch-umfangreicher/

  26. Sehr produktiv ts, auch der Diskussion wirklich zuträglich 🙂

    Ganz davon ab bin ich nicht katholikenfeindlich, ich finde das Religionen eher im gesamten fragwürdig sind. Hartz? Nicht wirklich, aber schön das du dir Gedanken machst. Drecksmoloch Berlin? Scheinst dich ja auszukennen 🙂

  27. Ich kann nicht einsehen, weswegen das Tragen eines Kreuzes deswegen verboten werden sollte. Daß dieser Gleichschaltungsansatz falsch ist, weiß man, wenn man die Nachrichten aus GB verfolgt. Kreuze als Halskettchen waren noch nie ein Problem in Europa. Das Thema wird sich aber nicht ausdiskutieren lassen, weil Christen und Atheisten da typischerweise verschiedener Meinung sind. An der Schwierigkeit hier einen Ausgleich zu schaffen ist letztlich auch die G-P gescheitert.

    Deswegen ist es m.E. auch ein Fehler, auf inhaltliche Fragestellungen in der nach außen vertretenen Position überhaupt einzugehen, weil es bei uns zu Streit führt, weil es uns von außen her angreifbar macht und die Schüler das ja sowieso selbst austragen müssen.

    Besser ist es, nach Schwachstellen beim Gegner zu suchen und dort dann für Verunsicherung zu sorgen:

    http://antifo.wordpress.com/2009/03/18/kurt-beck-last-schuler-im-stich/

  28. „Drecksmoloch Berlin? Scheinst dich ja auszukennen“

    Reicht ein Blick auf die Arbeitslosenzahlen, man kann sich vorstellen wieviel hunderttausende sich es in der sozialen Hängematte eingerichtet haben. Dazu eine Stadtregierung, die genau diese Leute als Wählerklientel avisiert. Man kann nur hoffen, daß man der Stadt Berlin in den nächsten Jahren peu à peu die Gelder von den anderen Bundesländern wegzieht. Das würde die Reformbereitschaft dort sprungartig erhöhen.

  29. http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/11/0,4070,2304491-0,00.html

    Also es sieht trotz Wirtschaftskrise so aus als würden die Zahlen sinken, scheint die Stadtregierung ja nicht so viel falsch zu machen. Führend sind wir jedenfalls nicht. Aber du scheinst das ja alles sehr gut beurteilen zu können, leider rutschen wir hier ins Off Topic. Falls du weiter diskutieren willst, schreib mir doch ne mail.

  30. Ja, Berlin macht alles richtig!

  31. mal ganz nebenbei:
    Wenn ich in Afrika als Analphabet leben würde, dann wäre die Benutzung eines Kondoms das absolut Letzte, was mir da einfallen würde. Jemand, der keinen Zugang zu Bildung hat – und so geht es in Afrika sehr vielen – kann sich einzig und allein durch eigenen Nachwuchs selbst-ver-wirklich-en.

    Der Papst tut schon recht daran, Treue zu predigen, auch wenn das hierzulande keiner einsehen mag.

    Im übrigen ist niemand angehalten, alles was irgendwelche Kirchenvertreter sagen, im eigenen Leben zu praktizieren.

  32. @olyly:

    Ich sehe das so: Unser Staat, seine Organe und Bediensteten – und dazu gehören für mich Lehrkräfte genauso wie zum Beispiel Polizisten! – sind zur Wahrung des Neutralitätsprinzips verpflichtet. Jeder, der das Lehramt anstrebt, weiß das. Wenn man dann trotzdem, wie im Fall der muslimischen Pädagogin, entgegen aller Gepflogenheiten auf das Kopftuch im Dienst pocht, muss man sich fragen lassen, was man damit bezwecken will.
    Hat sich schonmal jemand gefragt, warum es keine muslimischen Polizistinnen mit Kopftuch gibt? Dies wird ja von den Verantwortlichen immer auf die bestehende Kleiderordnung „geschoben“. Wenn es nur darum ginge, fände sich doch im rot-grünen Wahnsinn sicherlich sofort ein Weg, hellblaue Kopftücher einzuführen!

  33. In Ludwigshafen soll es zu einem Brand in einerm Moschee oder einen Raum in der Nähe gekommen sein

    http://www.kybeline.com/2009/03/19/ludwigshafener-moschee-brennt/

    Könnte das nicht Schützenhilfe für die Lehrerin im Speyer-Kolleg sein? So eine Zeitungsmeldung ist da doch hilfreich. Wenn es so wäre, dann würden die in ihren eigenen Moscheen zündeln, um über die Presse Da-wa zu machen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Da‘wa

    “Sie schmiedeten Pläne, auch Allah schmiedete Pläne, und Allah ist der beste Pläneschmieder” (Sure 8, 30)

    http://www.islaminstitut.de/Nachrichtenanzeige.4.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1338

  34. Um die hier Anwesenden in Bezug auf den Islam etwas aufzuklären, da hier Defizite diesbezüglich unverkennbar zu Tage treten. Muss eine Muslima einen Schleier tragen? Grundsätzlich gilt in allen Fragen religiösen Lebens das Prinzip der Glaubensfreiheit. Niemand – weder Frau noch Mann – darf gegen seinen/ihren Willen gezwungen werden, ein bestimmtes religiöses Gesetz zu befolgen. Der Koran ist diesbezüglich eindeutig. So heißt es in Sure 2:257: „Es soll kein Zwang sein im Glauben.“ Und in Sure 18 Vers 30 heißt es dazu: „Lass den gläubig sein, der will, und den ungläubig sein, der will“.

    Andererseits ist von einem Gläubigen, sei er ein Mann oder eine Frau, zu erwarten, dass er sich an die Gebote des Korans hält; sollte er sie nicht kennen oder nicht verstehen, ist es Aufgabe der Wissenden, ihn darauf hinzuweisen bzw. ihm die Vorzüge der Gebote zu erklären.

    Es handelt sich demnach um eine Verpflichtung jeder gläubigen Muslima, ihre Haarpracht zu bedecken, allerdings erfolgt dies unter Ausschluss jeglichen äußeren Einflusses. Das Selbstbestimmungsrecht im Islam garantiert der Frau eine Entscheidungsfreiheit, die sie in die Lage versetzt, aus freien Stücken dafür oder dagegen zu entscheiden. Denn vor Gott wird jeder Mensch als Individuum für seine Taten am jüngsten Tag zur Rechenschaft gezogen.

    Auf den Fall bezogen: Das Kopftuch ist kein Symbol, sondern eine Sitte, die sich im Zuge der kulturellen Entwicklung ergeben hat. Denn im Koran ist nicht vom Kopftuch, sondern davon die Rede, die Haarpracht zu bedecken.

    Falsch ist hier auch die Darstellung des BLOG-Betreibers bezüglich der Beweggründe der 8 boykottierenden Kollegiaten. Da ich selbst aus Speyer bin, Freunde an dieser Schule habe -sogar in der betroffenen Klasse, werde ich regelmäßig mit Informationen darüber versorgt. Absolut falsch, dass sich die „Protestler” nur auf die Einhaltung ihres von der Verfassung garantierten Rechts auf negative Religionsfreiheit berufen. Die Meisten von ihnen hatten bis Dato keine Ahnung, dass es so etwas gibt. Es wurden rassistische Äußerungen gegenüber der Lehrerin an der Mensa getätigt wie „Von einer türkischen Lehrerin lassen wir uns in den Fächern Deutsch und Sozialkunde doch nicht unterrichten!“. Weitere rassistische Parolen sind ebenso gefallen, alles unter „Gleichgesinnten“, dummerweise auch vor Leuten, die ich persönlich kenne.

    Damit wir nicht um den heißen Brei herum reden: Die 8 Kollegiaten, die zum Boykott aufgerufen haben, üben einen Gewaltakt der Ausgrenzung aus. Sie gaben der Lehrerin nicht mal den Hauch einer Chance, sich unter Beweis zu stellen. Die Neutralitätspflicht geht nicht von der äußeren Erscheinung, sondern vom Unterricht selbst aus. Schließlich unterliegt jeder Lehrer einem Curriculum, der für jedermann verbindlich ist und nur daran sollte Maßstab angelegt werden!

    Lange Rede kurzer Sinn:
    Die 8 Kollegiaten, die auf dem zweiten Bildungsweg ihr Abitur anstreben, sollten ihre Energie lieber dafür aufbringen, ihr früheres Versagen zunichte zu machen und sich nicht auf Nebenschauplätzen zu tummeln. Ein Engagement in dieser Sache beweist lediglich den Umstand der Islamophobie in diesem Land.

    Gruß

  35. selberallein

    Hallo Stargiant, mit Interesse habe ich Deine Ausführungen gelesen, beeindruckend, da kann man mal sehen, wie man sich irren kann.

    Nur eine Frage noch, beziehst Du dich auf den Koran von Mohammed, oder erklärst Du eher die Version der Gebrüder Grimm?

    Und mit einer neuen Brille wäre es wahrscheinlich einfacher, die Realität etwas klarer wahrzunehmen.

    Aber sonst spricht Dein Beitrag sowohl für sich, als auch Bände über Dich.

  36. erniesouchak

    Hallo Stargiant,

    ich könnte mich königlich über Ihre kindlich Argumentationsweise amüsieren, wenn das Thema nicht so ernst wäre. Aber man ist ja von Ihresgleichen nichts besseres gewohnt. Über die Berichterstattung Ihrer hier angeführten Studie macht sich sogar schon die ausländische Presse lustig. Wenn Sie mal einen Blick in diese Studie riskiert hätten anstatt die linksdrehende, autorassistische, deutsche Presse nachzuplappern, hätten selbst Sie erkennen müssen wo der Forsch die Locken hat. Aber Quellenstudium scheint man wohl heutzutage beim Studium der Betriebswirtschaft nicht mehr zu lernen.

    Ihre Schlussfolgerung aus Ihrer Koranexegese ist der Brüller schlechthin. Ich habe selten derart Lachen müssen.

    Das Kopftuch ist kein Symbol, sondern eine Sitte, die sich im Zuge der kulturellen Entwicklung ergeben hat. Denn im Koran ist nicht vom Kopftuch, sondern davon die Rede, die Haarpracht zu bedecken.

    Da haben Sie wohl Recht. Es ist mir auch völlig Schnuppe ob Frau nun ein Kopftuch, einen Zylinder, einen Sombrero, eine Zipfelmütze, Alufolie oder sonst was trägt. Im Übrigen ist es in Deutschland Sitte und ein Zeichen von Höflichkeit seine Kopfbedeckung in geschlossenen Räumen und vor allem im Klassenzimmer abzunehmen. Das gilt auch für die Schüler. Aber das nur als Randbemerkung, da Sie ja völlig integriert sind und sich mit der deutschen Kultur so gut auskennen. Weiter mit Ihrer Koranexegese.

    Sie beziehen die Freiwilligkeit eine Kopfbedeckung zu tragen, weil es für die Frauen im Islam Pflicht ist ihre Haarpracht zu verdecken, auf:

    „Es soll kein Zwang sein im Glauben.“

    aber, so argumentieren Sie:

    Es handelt sich demnach um eine Verpflichtung jeder gläubigen Muslima, ihre Haarpracht zu bedecken, allerdings erfolgt dies unter Ausschluss jeglichen äußeren Einflusses.

    Ich möchte das wie folgt zusammenfassen: Frau hat zwar die Wahl Muslim zu werden oder nicht, aber wenn Frau sich dafür entschieden hat, dann muss Frau auch ihre Haarpracht bedecken. Also man könnte also behaupten: eine Frau, die ihre Haarpracht bedeckt, ist eher orthodox und symbolisiert mit der „Sitte“ ein Kopftuch zu tragen eine besonders religiöse Einstellung. Das ist genau der Punkt! Sie haben sich herrlich selbst ad absurdum geführt.

    Im Übrigen ist der Satz „Es soll kein Zwang sein im Glauben“ keineswegs nur in Ihrer Exegese interpretiert worden. Andere Muslime interpretierten ihn wie folgt:

    als aufgehoben: Die Passage wurde durch nachfolgende Koranverse außer Kraft gesetzt (wie z. B. Sure 9,73: „O Prophet, streite gegen die Ungläubigen und die Heuchler. Und sei streng mit ihnen“).
    als rein symbolisch: Der Satz ist eine Beschreibung, keine Verpflichtung. Die Wahrheit des Islam ist so offenbar, dass jemanden zu zwingen Muslim zu werden nicht zu „Zwang“ wird; oder anders gesagt: dazu gebracht zu werden den Islam nach einer Niederlage im Krieg anzunehmen, wird nicht als „Zwang“ betrachtet.
    als Sprituell, nicht praktsich: Regierungen können tatsächlich externen Gehorsam erzwingen, obwohl sie natürlich nicht das Denken der Muslime erzwingen können.
    als begrenzt bezüglich Zeit und Org: Er war einzig nur für Juden in Medina im siebenten Jahrhundert anzuwenden.
    als begrenzt auf Nicht-Muslime, die unter muslimischer Herrschaft leben und diese akzeptieren: Manche Juristen sagen er gelte nur für „Völker des Buchs“ (Christen, Juden und Zarathustra-Anhänger); andere sagen, er gelte für alle Ungläubigen.
    als Nicht-Muslime ausschließend: Abtrünnige, Frauen, Kinder, Kriegsgefangene und andere können tatsächlich gezwungen werden. (Dies ist die Standard-Interpretation, die zu den meisten Zeiten und an den meisten Orten angewandt wurde.)
    als begrenzt auf alle Nicht-Muslime: Muslime müssen den Lehren des Islam folgen und dürfen nicht abtrünnig werden.
    als begrenzt auf Muslime: Muslime können von einer Interpretation ihres Glaubens zu einer anderen wechseln (z.B. als Sunniten Schiiten werden), dürfen den Islam aber nicht verlassen.
    als gültig für alle Menschen: Den wahren Glauben zu erlangen muss durch Versuch und Irrtum erreicht werden; Zwang untergräbt diesen Prozess.

    Welche Interpretation ist denn nun allgemeingültig?

    Zu Ihren Rassismus- und Diskriminierungsvorwürfe lesen Sie bitte, ich weiß einem BWL-Studenten fällt es schwer Quellen zu lesen, diesen Artikel.

    Nur als Parenthese: das Wort „diskriminieren“ heißt in seiner Wortbedeutung „trennen“ oder „absondern“. Ich frage Sie, wer trennt oder sondert sich in diesem Fall von der Mehrheitsgesellschaft ab?

    Sie haben mir immer noch nicht beantwortet wie Sie das Verfassungsurteil

    Davon zu unterscheiden ist aber eine vom Staat geschaffene Lage, in welcher der Einzelne ohne Ausweichmöglichkeit dem Einfluss eines bestimmten Glaubens, den Handlungen, in denen dieser sich manifestiert, und den Symbolen, in denen er sich darstellt, ausgesetzt ist (vgl.BVerfGE 93, 1 <15 f.> ). Insofern entfaltet Art. 4 Abs. 1 und 2 GG seine freiheitssichernde Wirkung gerade in Lebensbereichen, die nicht der gesellschaftlichen Selbstorganisation überlassen, sondern vom Staat in Vorsorge genommen worden sind (vgl.BVerfGE 41, 29 <49> ); dies bekräftigt Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 136 Abs. 4 WRV, wonach es verboten ist, jemanden zur Teilnahme an religiösen Übungen zu zwingen.

    mit Kopftuch (oder nach Ihrer Koraninterpretation mit einer Kopfbedeckung Ihrer Wahl) befolgen wollen? (für BWL-Studenten: das ist eine rhetorische Frage!)

  37. NECLA KELEK ist unter der türkischen Mehrheitsbevölkerung weder akzeptiert noch anerkannt. Um es Allgemein zu fassen: Wenn es in Deutschland ernstzunehmende türkische Lobbygruppen gäbe, müssten sie eigentlich jetzt aktiv werden und unbedingt einen türkischen Minister VERHINDERN, falls denn eine solche Gefahr tatsächlich bestehen sollte. Seit dem Sieg des demokratischen amerikanischen Präsidenten Barack Obama und der Wahl Cem Özdemirs zum Co-Vorsitzenden der Grünen kann man sich kaum vor angeblich gut gemeinten Äußerungen retten, die Deutschland einen türkischen Führungspolitiker, Minister oder sogar einen Kanzler empfehlen bzw. eine solche Frage aufwerfen und thematisieren. Neulich hat sich sogar der alte deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder in die Debatte eingeschaltet, dass die Zeit für einen türkischstämmigen Minister gekommen wäre! Diese Diskussion weckt für MICH ungute Gefühle. Auch deshalb mein Hinweis auf türkische Lobbygruppen, die gegensteuern sollten. Warum? Der Grund ist ganz einfach. In der Politik gibt es bestimmte Paradoxe. Eines davon heißt Tocqueville-Paradox. Damit bezeichnet man das Phänomen, dass sich mit dem Abbau sozialer Ungerechtigkeiten gleichzeitig die Sensibilität gegenüber verbleibenden Ungleichheiten erhöht. Ein anderes Paradox ist der Effekt, dass Politik aus den Minderheiten sich negativ auf diese auswirken. Anders formuliert, dass Maßnahmen zuungunsten bestimmter Kreise besondesr von Regierungen durchgesetzt werden, die eben nicht von solchen Kreisen hervorgebracht wurden, denn dann lässt sich eine solche Politik besser durchsetzen, die Proteste halten sich in Grenzen!

    Ein Barack Obama mag viele Schwarze in den USA erfreuen und ihnen Hoffnungen machen. Aber mit einem schwarzen Präsidenten sind politische Maßnahmen zuungunsten der Schwarzen leichter durchzusetzen. Deutschland wurde die Agenda 2010 Politik gerade von einer sozialdemokratischen Regierung durchgesetzt. Eine uniongeführte Regierung hätte sich erheblich schwerer getan und die Proteste seitens der Sozialdemokraten wären ohne Zweifel viel heftiger gewesen als die Proteste der Unionsparteien gegenüber den wenig sozialen Plänen der sozialdemokratisch geführten Regierung!

    Noch ein Beispiel:

    Als seinerzeit der Führer der terroristischen PKK, Abdullah Öcalan, in Kenia gefasst und in die Türkei überführt wurde, wurde er entgegen allen Erwartungen zu lebenslänglicher Haftstrafe verurteilt. Erwartet worden war, dass er gehängt werden würde. Um Öcalan den Tod durch den Strang zu ersparen, wurde sogar die Todesstrafe abgeschafft! Damals stand die rechtsgerichtete MHP mit an der Regierung. Wäre es anders gewesen, hätte sich die MHP in der Opposition befunden, dann wäre diese Gesetzesänderung viel schwieriger gewesen und die MHP hätte mit großer Wahrscheinlichkeit heftig dagegen opponiert! Ein Indiz dafür? Später hat der Vorsitzende der MHP nämlich auch mit der Todesstrafe Wahlkampf gemacht und der AKP vorgeworfen, dass sie Öcalan nicht hängen würde.

    Und unter einem Ministerpräsidenten Necmettin Erbakan, der als Islamist bezeichnet wird und dem man keine allzu große Sympathien zu Israel vorwerfen kann, wurden die Verträge mit Israel zu militärischer Zusammenarbeit verlängert. In der Opposition hätte Erbakan heftig gegen solche Vereinbarungen protestiert.

    Meine Quintessenz:
    Folglich müssten sich in Deutschland türkischstämmige Führungspolitiker nicht unbedingt zu Gunsten der türkischen Minderheit auswirken, besonders wenn die Beziehungen zwischen der Mehrheit und der Minderheit so sind, wie sie in Deutschland zwischen Deutschen und Türken nun einmal sind und es an Anerkennung mangelt. Nehmen wir einmal an, Deutschland wollte einen türkischstämmigen Integrationsbeauftragen der Bundesregierung ernennen. Seyran Ates, Necla Kelek und Serap Cileli kämen da durchaus auf Grund ihren politischen Aktivitäten in Frage. Gegenüber der jetzigen Inhaberin dieses Postens wäre Ihnen ein Vorteil gewiss: Obwohl sie viel RADIKALER sind, als die derzeitige Amtsinhaberin, könnten sie ihre Einstellung und die dementsprechende Politik viel leichter verkaufen als Frau Böhmer! Man könnte ihnen ja schlecht Feindlichkeit gegenüber Migranten oder Anhängern des muslimischen Glaubens vorwerfen. Die deutsche Mehrheitsgesellschaft könnte gut mit ihnen leben, kein Problem! Aber sie wären in diesen Posten ein Albtraum für Migranten. Insofern sind unter den heutigen Umständen türkischstämmige Führungspolitiker nicht unbedingt ein Gewinn für UNS, sondern vielmehr eine Quelle der Besorgnis!

    Ich hoffe meine Aversion gegenüber deinen eingebrachten Artikel ausreichend erörtert zu haben.

    Vielen Dank für deine volle Aufmerksamkeit!

  38. „Im Übrigen ist es in Deutschland Sitte und ein Zeichen von Höflichkeit seine Kopfbedeckung in geschlossenen Räumen und vor allem im Klassenzimmer abzunehmen.“

    Ich weiß, dass Sie als Nicht-BWLer keine Ahnung von interkultureller Kompetenz verfügen, die wiederum eine Fähigkeit darstellt, mit anderen Kulturkreisen erfolgreich agieren zu können. Die Basis für interkulturelle Kommunikation ist emotionale Intelligenz unter interkulturelle Sensibilität. Kompetenzbereiche, die in den Erziehungsjahren in deutschen Familienhäusern viel zu wenig Beachtung finden. Manager werden dahingehend in besonderer Weise geschult. Darum sind solche primitivien Probleme nur beim „Fußvolk“ anzutreffen, die angesichts ihres Kenntnisstandes nicht in der Lage sind, ein intelligentes, kluges und durchdachtes Handeln an den Tag zu legen.

    Im Übrigen ist das Kopftuch keine Kopfbedeckung im Sinne von modisch und trendy, sondern das Praktizieren eines Glaubens. Genauso wenig stellt mein über den Islam eingebrachter Statement ein Widerspruch in sich dar. Da ich versucht war, objektiv die Situation im „Islam“ zu beschreiben, unabhängig davon, wie der Islam in manchen Ländern dieser Erde praktiziert wird. Sie können diese Länder ohnehin nicht als Maßstab nehmen, und zwar aus folgendem Grund: Es gibt gar kein einziges islamisches Land. Wenn dann spricht man von Ländern, die islamisch geprägt sind oder von Ländern, in denen mehrheitlich Muslime leben. Der Islam wird oftmals für politische Zwecke instrumentalisiert respektive missbraucht. Patriarchaliche Systeme, die den Glauben zuungunsten des anderen Geschlechtes auslegen, um die Vormachtstellung des Mannes zu erhalten.

    Meine Erwartungshaltung ist wohl nicht allzu hoch angesetzt, wenn ich eine differenzierte Betrachtungsweise in der Sache letztlich fordere. Wir können nicht bestimmte Auswüchse im gleichen Atemzug mit einer Glaubensgemeinschaft erwähnen, da hier eindeutig voneinander zu unterscheiden ist!

  39. Ich bitte um ein Nachsehen orthographisch begangener Fehler. Beim wiederholten Nachlesen sind mir nämlich einige aufgefallen, eine Korrektur ist allerdings in diesem Forum technisch nicht möglich.

  40. @ Stargiant
    Selbst Leute, die sich redlich Mühe geben, die Unabhänigkeit der Frau im Islam zu verteidigen, verheddern sich am Ende im Gestrüpp der Widersprüche des falschen Propheten:

    http://antifo.wordpress.com/2009/03/21/schwache-ausspruche-des-falschen-propheten/

    Islam ist wie Heroin. Die Abhängigen tun sich irrsinnig schwer, wieder davon wegzukommen. Und wenn sie dann weg sind von diesem Stoff, versuchen die anderen sie auch noch umzubringen oder man sperrt sie sogar ein und foltert sie. Nicht mal unter Junkies ist derartiges üblich.

  41. erniesouchak

    @Stargiant
    Ihre Logorrhö nutzt Ihnen nichts. Wenn es keinen Zwang gibt im Glauben, warum gibt es dann den Zwang ein Kopftuch zu tragen?

  42. Muss ich deinem geistreichen Beitrag wirklich antworten? Bin ich verpflichtet, dir und anderen Unwissenden meinen Glauben nahe zu bringen? – Im Gegenteil. Menschen wie euch schuldet man gar nichts. Ihr widerstrebt euch sogar darin, unwiderrufliche Wahrheiten zu akzeptieren und „googelt“ euch irgendwas zusammen, damit der Gegenüber wieder in die Lage versetzt wird, auf einen weiteren Nonsens reagieren zu müssen. Das ist kein Dialog, sondern eher eine Qual und Folter.

    Wir belassen es hierbei einfach. Macht kein Sinn, reine Verschwendung wertvoller Ressourcen!

  43. erniesouchak

    @Stargiant
    Stellen Sie sich vor, eine derartige Antwort habe ich erwartet. Sie folgt nämlich einem gewissen Schema:

    1. Du hast den Koran gar nicht gelesen!
    2. Du hast den Koran nicht richtig gelesen!
    3. Du hattest die falsche Übersetzung!
    4. Den Koran kann man gar nicht übersetzen, denn er ist Gottes Wort!
    5. Wenn du ihn (den Koran) gelesen hast, hast du ihn falsch verstanden!
    6. Wenn du vielleicht Teile verstanden hast, hast du eben nicht alles verstanden!
    7. Auch wenn man den Koran sein ganzes Laben lang studiert, kann man ihn nie ganz verstehen!
    8. Du musst alles im Kontext sehen!
    9. Du hast den Kontext nicht berücksichtigt!
    10. Du bist ein intoleranter Rassist ohne Respekt!

    Wie Sie sehen, war ich Ihnen schon wieder ein paar Schritte voraus!

  44. 1. Du hast die Verfassung gar nicht gelesen!
    2. Du hast die Verfassung nicht richtig gelesen!
    3. Du hattest die falsche Übersetzung!
    4. Die Verfassung kann man gar nicht übersetzen, denn er ist das Wort eines Deutschen!
    5. Wenn du ihn (die Verfassung) gelesen hast, hast du ihn falsch verstanden!
    6. Wenn du vielleicht Teile verstanden hast, hast du eben nicht alles verstanden!
    7. Auch wenn man die Verfassung sein ganzes Laben lang studiert, kann man ihn nie ganz verstehen!
    8. Du musst alles im Kontext sehen!
    9. Du hast den Kontext nicht berücksichtigt!
    10. Du bist ein Verfassungsfeind und gehörst aus Deutschland abgeschoben!

    Oh, siehe da. Da schein ich dir ein paar Schritte Voraus zu sein!

  45. „Ihre Logorrhö nutzt Ihnen nichts. Wenn es keinen Zwang gibt im Glauben, warum gibt es dann den Zwang ein Kopftuch zu tragen?“

    Dass dein Intellekt es nicht erlaubt, diesen Umstand zu begreifen, war mir bereits von vornherein klar. Du verstehst scheinbar den Zusammenhang zwischen einer Verpflichtung und die der Entscheidungsfreiheit nicht. Wie ich es bereits ausführlich zum Ausdruck brachte: Jeder Mensch wird individuell vor Gott am Tag des jüngsten Gerichts zur Rechenschaft gezogen werden. Es obliegt der Freiheit jedes Einzelnen, sich für oder gegen den Islam zu entscheiden. Es gibt weder einen Zwang zum Glauben noch einen Zwang zum Kopftuch bzw. zur Verschleierung. Aber: Ein Gläubiger ist dazu angehalten, den Verpflichtungen nachzukommen, ohne Ausübung eines Zwangs oder einer gesetzlichen Restriktion! Es geht hier vielmehr um eine symbolische, moralische Verpflichtung, als eine, die einer Reglementierung befürfte.

    Kapisch?

  46. erniesouchak

    @Stargiant

    Ich kapische das sehr gut! Schlussfolgerung: Kein Kopftuch – ab in die Hölle. Aber das ist ja kein Zwang. Wir werden hier nicht auf einen Nenner kommen.

    Lieber zurück zum Thema: Wie sieht es aus mit dem Grundgesetz? Auch auf die Gefahr mich zu wiederholen, Sie sind mir hier noch eine Antwort schuldig. Eigentlich schon seit Anfang der Debatte.

    Ich werde versuchen, da Sie mir ja freundlicherweise den Koran in für mich verständliche Worte kleiden, mich zu revanchieren, indem ich Ihnen beim Urteil des Bundesverfassungsgericht helfe.

    Davon zu unterscheiden ist aber eine vom Staat geschaffene Lage, in welcher der Einzelne ohne Ausweichmöglichkeit dem Einfluss eines bestimmten Glaubens, den Handlungen, in denen dieser sich manifestiert, und den Symbolen, in denen er sich darstellt, ausgesetzt ist (vgl.BVerfGE 93, 1 )

    Hier ist zum Beispiel der Unterricht an einer öffentlichen Schule gemeint. Das heißt im Klartext: hier gilt die Religionsfreiheit nicht so ohne weiteres. Ups! Sehr schade! Keine Diskriminierung oder Rassismus, wenn man verlangt, dass im Klassenzimmer auf das Kopftuch (oder eine Kopfbedeckung ihrer Wahl) verzichtet werden muss.

    Insofern entfaltet Art. 4 Abs. 1 und 2 GG seine freiheitssichernde Wirkung gerade in Lebensbereichen, die nicht der gesellschaftlichen Selbstorganisation überlassen, sondern vom Staat in Vorsorge genommen worden sind (vgl.BVerfGE 41, 29 ); dies bekräftigt Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 136 Abs. 4 WRV, wonach es verboten ist, jemanden zur Teilnahme an religiösen Übungen zu zwingen.

    Das heißt: Die Schüler müssen sich eine Zurschaustellung einer gewissen religiösen Überzeugung nicht bieten lassen. Sie dürfen nicht gezwungen werden. Ist doch ganz klar, oder?

    Im Übrigen, nachplappern kann ich auch:

    Bin ich verpflichtet, dir und anderen Unwissenden unser Grundgesetz nahe zu bringen? – Im Gegenteil. Menschen wie euch schuldet man gar nichts. Ihr widerstrebt euch sogar darin, die Verfassung zu akzeptieren und “googelt” euch irgendwas zusammen, damit der Gegenüber wieder in die Lage versetzt wird, auf einen weiteren Nonsens reagieren zu müssen. Das ist kein Dialog, sondern eher eine Qual und Folter.

    In einem haben Sie aber Recht. Es ist ermüdend und führt zu nichts. Ich betrachte das Gespräch als beendet an. Das sollten Sie auch tun!

  47. Weshalb ich auf das Urteil vom Bundesverfassungsgericht nicht eingegangen bin… Der Gesetzesentwurf, der von der CDU im Landtag RP eingebracht wurde, grenzt dann Ihrer Ansicht nach an einer Unverfrorenheit ungekannten Ausmaßes, oder? Denn er sieht vor, Lehrer/innen das Tragen von äußeren Symbolen oder Kleidungsstücken zu untersagen, die den Eindruck vermitteln können, einer religiösen oder weltanschaulichen Haltung zuzuneigen, die nicht vereinbar mit der Verfassung ist. Ausgenommen von der Regelung soll die Vermittlung christlich-abendländischer Werte oder Traditionen bleiben; Kleidung wie die von Ordensschwestern soll zulässig bleiben.

    Wie erklären Sie mir diesen vorliegenden Paradoxon? Wenn Sie der Auffassung sind, alle religiösen Symbole und Kleidungsstücke von den öffentlichen Schulen verbannen zu wollen, bin ich völlig konform. Jedoch den Grundsatz der „Allgemeinen Gleichbehandlung“ nicht beachtend, eine solche Gesetzesinitiative anzuführen, ist doch geradezu grotesk?

    Wie sehen Sie das?

  48. „Ich kapische das sehr gut! Schlussfolgerung: Kein Kopftuch – ab in die Hölle. Aber das ist ja kein Zwang. Wir werden hier nicht auf einen Nenner kommen.“

    Nicht richtig. Eine muslimische Frau kann auch mit oder ohne Verschleierung den Zugang zum Paradies finden. Es obliegt hier der Barmherzigkeit Gottes, die unbegrenzt und uneingeschränkt ist. Es hängt von sehr vielen Faktoren ab, die vom Menschen selbst nicht bestimmt, sondern nur erörtert werden können. Darum darf auch kein Muslim sich anmaßen, sich ein feststehendes Urteil über jemand anderen zu fällen. Denn Menschen neigen oftmals dazu, anhand von Oberflächlichkeiten den Gegenüber zu beurteilen, ohne die innere sprich die seelisch, psychische Welt zu berücksichtigen. Dieses Thema ist wiederum sehr umfangreich und würde wahrscheinlich den Rahmen unseres Diskurses sprengen…

    Gruß

  49. erniesouchak

    Ja mein lieber, das ist darauf zurückzuführen, dass wir uns hier nicht in der Türkei, Saudi-Arabien oder Afghanistan befinden sondern in Deutschland! Das Verfassungsgericht hat ein ähnliches Gesetz in Baden-Württemberg schon als verfassungskonform befunden.

    Das wäre ja auch noch schöner. Soll sich Deutschland jetzt schon von seiner Kultur verabschieden? Diese Forderung ist grotesk!

    Vielleicht richten Sie Ihren saublöden Aphorismus über das Kehren mal an die entsprechenden Regierungen mit vorwiegend muslimischer Glaubensrichtung aus. Dort türmt sich der Dreck!

  50. Alles klar werter Herr! Jetzt bestätigen Sie mir Ihre vorhandene Ideologie diesbezüglich. Vonwegen Beachtung der Verfassung. Und zwar nur so lange, bis die eigenen Vorteile und Rechte bewahrt und gesichert bleiben. Wir leben hier in keiner Bananenrepublik, in der ihr euch aussuchen könnt, was verfassungskonform ist und was nicht.

    Vielen Dank!

  51. erniesouchak

    Wissen Sie was Ihnen völlig abgeht? Die Verfassung auf die Sie sich zu Ihrem Vorteil berufen wollen, ist aus just eben den christlich-jüdischen Werten hervorgegangen.

    Ganz einfach zum mitschreiben extra für Blitzmerker, die in der gleichen „Bananenrepublik“ leben: Keine christlich-jüdischen Werte – keine Verfassung! Aber das übersteigt Ihr Abstraktionsvermögen um Lichtjahre.

  52. Sie meinen eher: Kein zweiter Weltkrieg, keine Verfassung! Vonwegen christlich-jüdischer Werte, dass ich nicht lache!

  53. erniesouchak

    Der letzte Kommentar von Ihnen war selbst unter Ihrer Würde. Aber wie Sie meinen, machen Sie sich nur zum Gespött.

    Gehaben Sie sich wohl!

  54. diegedankensindfrei

    Fand die Vorbemerkung zum Blog richtig gut! Meinungsfreiheit ist das, was wir denken.

  55. Weshalb versuchen immer wieder Kommentatoren und Blog-Betreiber mit solchen resistent-veranlagten Leutchen wie „Stargiant“ oder „berlinnow“ zu diskutieren?
    Es gibt über den verfassungsgerichtlichen Umstand der „Wahrung des Neutralitätsprinzips“ (Dank an Lilith // 19. März 2009 um 18:10 für die Formulierung) für Lehrkräfte nichts zu diskutieren, desweiteren auch nicht darüber, dass die Anmahnung des Bundes-Verfassungsgerichtes an das Land NRW keinerlei Resonanz bzw. Entsprechung im Schulgesetz gefunden hat!
    Wer auch immer meint, darüber sei erst zu diskutieren oder es sei belanglos, mit dem ist eine Diskusion im rechtsstaatlichen Sinn sinnlos!
    Es sind die höchstrichterlichen Entscheidungen zu aktzeptieren, umzusetzen und danach kann man sich darüber unterhalten – anders wird nichts aus dem Rechtsstaat!

  56. Übrigens:
    ts // 18. März 2009 um 01:09
    Stellt das Unterlaufen von Entscheidungen des BVerfG nicht einen offenen Rechtsbruch dar, der auch mit rechtlichen Konsequenzen für die verantwortlichen Abgeordneten geahndet werden müßte?

    Der Selben Meinung war ich auch schon:
    https://quadraturacirculi.wordpress.com/2009/03/11/kopftuchstreit-am-speyer-kolleg-schnauze-voll/
    Blond // 12. März 2009 um 17:48
    Wozu bedarf es einer Entscheidungs-Findung über einen Umstand, der durch das höchste Gericht in Deutschland bereits geklärt ist?
    Wäre eine Verfassungsklage gegen Landes-Regierung und Landtag sowie Schulbehörden-Hierarchie möglich?

  57. diegedankensindfrei

    @Blond
    Die Schulbehörde ist nur ausführendes Organ. Im übrigen stellt die Vorgehensweise des Landes keinen Rechtsbruch dar, weil das BVerfG im Fall Ludin entschieden hatte, man könne ihr nicht ohne gesetzliche Grundlage eine Anstellung verwehren. Die hat das Land BW dann geschaffen und RP eben nicht.

  58. Pingback: So ist das mit dem Aids. « Melodiensammler.

  59. Wenn sich dann doch keine Konsequenzen aus der Nicht-Beachtung höchstrichterlicher Entscheidungen ergeben, wozu sind dann solche Urteile gut?
    Diese kosten immens viel Geld und haben keine Auswirkungen, wenn es Politikern nicht gefällt?
    Wunderbar!

  60. diegedankensindfrei

    @Blond
    Die Entscheidungen der Verfassungsrichter werden ja nicht ignoriert. Das Land RP setzt auf Toleranz und Einzelfallprüfung. Der Erlass eines Verbotes des Kopftuchs wird nicht angestrebt – und das ist nach den Vorgaben des BVerfG durchaus möglich; die Interpretation, man müsse ein Gesetz erlassen, gilt nur für den Fall, dass ein Verbot durchgesetzt werden soll – also scheint juristisch alles in Ordnung zu sein. ???

  61. Wenn ich (als Land) das Urteil vom BVerfG also nehme wie ich es brauche, ist dass wohl kein Rechtsstaat!
    In einem Fall einer Lehrerin, die unbedingt mit Kopftuch unterrichten wollte, wurde genau aus dem oben genannten Grund (Neutralität) gegen diese entschieden.
    Es kann nicht sein, dass das Neutralitätsgebot für Lehrkräfte abhängig von der Lust und Laune der Landesregierungen ist!

  62. @ Blond:
    Eben dieser Meinung bin ich auch. Was dem einen Recht ist, sollte dem anderen Billig sein. Ein Gesetz wurde doch in Rheinland-Pfalz nur deshalb nicht erlassen, weil angeblich „kein Bedarf“ für ein solches besteht. Wie soll sich denn dieser „Bedarf“ auch zeigen bzw. ausdrücken, wenn jeder zum Stillschweigen gezwungen wird, weil Frau Ahnungslos und andere der Meinung sind, dass „hier nun der Deckel drauf“ muss? Ich bin der Meinung, die Kollegiaten sollten schreien, was das Zeug hält, damit besagter „Bedarf“ endlich auch bei den Damen und Herren in der „Chefetage“ wahrgenommen wird!

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