Wieder einer der „Guten“ gestorben.

Ich blätterte  vorhin den immer uninteressanter werdenden Rolling Stone durch,  ein ganz kleiner Nachruf auf einen meiner Lieblingsmusiker,

JOHN MARTYN

Das hat mich schon umgehauen,  denn seit über 40 Jahren begleitet mich dieser wie eine verletzte Dogge bellende Musiker mit seiner messerscharfen Gitarre durch  meine Stimmungen, eher die Ruhigen,  Nachdenklichen, denn ein „GUTE LAUNE“- Musiker war er nicht.

Er begann Ende der 60er als britischer Folksänger,  wurde dann in seinen Liedern immer rockiger,  bald kamen Jazz und Soundspielereien dazu.

In den 80ern entstand dann das für mich beste Live-Album der Dekade, Philantropy,  das er zuerst auf eigene Kosten vertrieb,  seine Plattenfirma fand es wohl nicht kommerziell genug.

Es folgten Kollaborationen mit seinen  „Fans“  Phil Collins  und Eric Clapton, mässige Berümtheit erleichterten seine Beziehung zu Plattenfirmen nicht,  er fühlte sich immer wieder missverstanden.

So verschwand er wieder aus den Musikzeitschriften,  tourte und gab immer wieder mal neues Material zum Besten. Wer ihn mal live erlebt hat und diese ungeheure Spannbreite vom einsamen Barden bis zum  explodierenden Gitarrenspieler mitansehen durfte,  wird diesen einzigartigen Musiker nicht vergessen können.

Ich habe einen ständigen Begleiter verloren,  seine Musik wir immer zu meinem Leben gehören.

Mein absoluter Favorit ist  „Sunday Child“  von der Live CD Philantropy, leider konnte ich  es nicht finden,  aber wie alles von John Martyn eine Empfehlung wert

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